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Pilzlederkoralle „Weiße Polypen“ (Nachzucht), Sarcophyton spec., Größe S–M

Robuste Nachzucht

Im Aquarium vermehrt und an Haltungsbedingungen gewöhnt

Weiße Polypen

Feiner, heller Polypenrasen auf dem pilzförmigen Kopf

Ideal für Einsteiger

Anpassungsfähig bei Licht und Strömung, wächst zuverlässig

Abstand einplanen

Abwehrstoffe können Nachbarkorallen stören, Aktivkohle hilft

Pilzlederkoralle „Weiße Polypen“ (Nachzucht), Sarcophyton spec., Größe S–M


Auf einen Blick: Pilzlederkoralle „Weiße Polypen“ (Nachzucht), Sarcophyton spec.
Deutscher Name:Pilzlederkoralle „Weiße Polypen“ (Nachzucht)
Wissenschaftlich:Sarcophyton spec.
Synonyme:Lederkoralle, Pilz-Lederkoralle, Toadstool Leather Coral, Mushroom Leather Coral
Herkunft:Nachzucht; Gattung im Indopazifik und Roten Meer verbreitet
Korallengruppe:Weichkoralle, Lederkoralle mit Zooxanthellen
Lichtbedarf:Mittel bis hell, anpassungsfähig
Strömung:Mittel bis kräftig, wechselnd
Wasserwerte:Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH
Temperatur:24–27 °C
Platzierung:Freistehend auf Gestein oder Sand, mit viel Abstand
Ernährung:Photosynthese, gelegentlich feines Plankton
Wachstum:Mäßig bis zügig, bildet Stamm und Pilzkopf
Schwierigkeitsgrad:Einfach, gut für Einsteiger geeignet
Lieferform:Größe S–M
Im Detail: Pilzlederkoralle „Weiße Polypen“ (Nachzucht), Sarcophyton spec.

Herkunft von Pilzlederkoralle „Weiße Polypen“ (Nachzucht) (Sarcophyton spec.)

Lederkorallen der Gattung Sarcophyton gehören zu den bekanntesten Weichkorallen und sind im gesamten tropischen Indopazifik einschließlich des Roten Meeres verbreitet. Sie besiedeln flache Riffbereiche, Lagunen und Riffhänge, wo sie oft große, auffällige Kolonien bilden. Typisch ist der Aufbau aus einem kräftigen, glatten Stamm und einem breiten, pilzartig gewölbten oder gewellten Kopf, dem Capitulum, auf dessen Oberseite unzählige feine Polypen sitzen. Ihren deutschen Namen verdanken die Tiere diesem pilzförmigen Wuchs und der zähen, lederartigen Oberfläche, die von kleinen Kalknadeln, den Skleriten, gestützt wird. In ihrem Gewebe leben Zooxanthellen, die mithilfe des Lichts einen großen Teil der Nahrung liefern. Zur Abwehr von Fressfeinden und konkurrierenden Korallen bilden Lederkorallen Terpenverbindungen, die sie ins Wasser abgeben können. Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Nachzucht, also um einen im Aquarium vermehrten Ableger, der bereits an Haltungsbedingungen gewöhnt ist. Die ausgestreckten Polypen sind weiß und bilden einen schönen Kontrast zum hellen Stamm.

Haltung im Riffaquarium

Pilzlederkorallen aus Nachzucht sind robust, anpassungsfähig und ideal für Einsteiger. Sie benötigen mittleres bis helles Licht, eine wechselnde, eher kräftige Strömung und stabile Wasserwerte. Gelegentlich zieht die Koralle ihre Polypen für einige Tage ein und häutet sich: Sie stößt dabei eine dünne, wachsartige Schicht ab, um ihre Oberfläche zu reinigen. Eine etwas stärkere Strömung in dieser Phase hilft beim Ablösen. Der regelmäßige Einsatz von Aktivkohle bindet abgegebene Terpene und schützt empfindliche Nachbarkorallen.

Licht, Strömung und Platzierung

Da die Kolonie mit der Zeit einen ausladenden Pilzkopf entwickelt, sollte sie freistehend mit viel Platz nach allen Seiten platziert werden, etwa auf einem Stein im mittleren Bereich oder im Sand. Steinkorallen sollten nicht direkt daneben oder darunter stehen, da sie beschattet und durch Abwehrstoffe gestört werden können.

Wasserwerte und Spurenelemente

Bewährt haben sich eine Dichte von 1,023 bis 1,025, ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4, eine Karbonathärte von 7 bis 10 °dKH und eine Temperatur von 24 bis 27 °C. Leicht messbare Nährstoffwerte werden gut vertragen. Wichtig sind vor allem stabile Bedingungen ohne starke Schwankungen.

Ernährung und Fütterung

Die Ernährung erfolgt überwiegend über die Photosynthese der Zooxanthellen sowie über gelöste Nährstoffe aus dem Wasser. Eine gezielte Fütterung ist nicht notwendig. Gelegentlich gegebenes feines Plankton oder Staubfutter wird von den Polypen aufgenommen und kann das Wachstum unterstützen.

Wachstum und Vermehrung

Unter guten Bedingungen wächst die Pilzlederkoralle mäßig bis zügig und entwickelt einen deutlichen Stamm mit breitem Kopf. Ältere Kolonien können beachtliche Größen erreichen. Vermehren lässt sie sich gut durch Abschneiden von Teilen des Kopfes oder durch natürliche Tochterkolonien, die sich am Stamm bilden.

Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen

Gegenüber Fischen und Wirbellosen verhalten sich Lederkorallen friedlich. Ihre Terpenverbindungen können jedoch das Wachstum und die Gesundheit benachbarter Korallen, besonders von Steinkorallen, beeinträchtigen. Ausreichend Abstand, gute Abschäumung und Aktivkohle sorgen für ein gutes Miteinander. Die Eischnecke Ovula ovum frisst Lederkorallen und sollte nicht im selben Becken gepflegt werden.

Eingewöhnung

Den Beutel zunächst 15 bis 20 Minuten im Aquarium schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach den Ableger über 30 bis 60 Minuten mit der Tropfmethode an den Salzgehalt gewöhnen. Anschließend zunächst bei mittlerem Licht platzieren und die Lichtmenge über einige Tage steigern. Geschlossene Polypen in den ersten Tagen sind normal.

Lieferung

Geliefert wird ein Nachzucht-Ableger in der Größenklasse S bis M. Diese Angabe beschreibt die ungefähre Größe des Ablegers im Vergleich zu kleineren und größeren Stücken. Form und Wuchs können je nach Lieferung variieren.

Temperaturbereiche: Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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