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Pracht-Zwerglippfisch, Cirrhilabrus exquisitus

Riffsicher bei Korallen

Zupft nicht an Korallen, braucht aber Abstand zu kleinen Krebsen

Gruppe mit Weibchen

Männchen zeigen Farbe am besten bei mehreren Weibchen

Abdeckung wichtig

Springt besonders anfangs gern, daher Becken sicher abdecken

Mehrmals täglich füttern

Aktiver Planktonfresser: kleine Portionen mehrmals täglich

Pracht-Zwerglippfisch, Cirrhilabrus exquisitus


Auf einen Blick: Pracht-Zwerglippfisch, Cirrhilabrus exquisitus
Deutscher Name:Pracht-Zwerglippfisch
Wissenschaftlich:Cirrhilabrus exquisitus
Synonyme:Pracht-Zwerglippfisch, Prachtzwerglippfisch, Exquisite Wrasse, Exquisite Fairy Wrasse, Pazifischer Pracht-Zwerglippfisch
Herkunft:Tropischer Indopazifik, vom Roten Meer und Ostafrika bis in den Westpazifik
Riffaquarium-tauglich:Korallen: geeignet; Garnelen und kleine Krebstiere: bedingt geeignet
Verträglichkeit:Paar oder ein Männchen mit mehreren Weibchen; gegenüber anderen Zwerglippfischen nur mit Vorsicht
Wasserwerte:Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH
Temperatur:24–26 °C
Beckengröße:ab ca. 400 Liter (Herstellerangaben reichen bis 500 Liter)
Futter:Mysis, Artemia, Krill, Copepoden, feines Frost- und Trockenfutter, mehrmals täglich
Schwierigkeitsgrad:Mittel; anfangs scheu und transportempfindlich, eingewöhnt gut haltbar
Geschlechts-Unterschiede:Männchen grünlich mit roten, rosa und blauen Zeichnungen; Weibchen purpurrosa mit dunklem Fleck am Schwanzstiel
Zucht möglich:Pelagischer Freilaicher; Nachzucht im Aquarium und im Handel nicht etabliert
Maximale Größe:Adult etwa 10–12 cm; dieser Artikel 5–7 cm
Liefergröße:ca. 5,0-7,0 cm
Im Detail: Pracht-Zwerglippfisch, Cirrhilabrus exquisitus

Herkunft von Pracht-Zwerglippfisch (Cirrhilabrus exquisitus)

Der Pracht-Zwerglippfisch, wissenschaftlich Cirrhilabrus exquisitus, wurde 1957 von J. L. B. Smith beschrieben und gehört zur artenreichen Gattung der Zwerg- oder Prachtlippfische innerhalb der Lippfische. Sein Verbreitungsgebiet ist erstaunlich groß: Es reicht vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste über den Indischen Ozean und Indonesien bis in den westlichen und zentralen Pazifik, nördlich bis in den Raum Japan und südlich bis zum Great Barrier Reef. In der Natur lebt er an Riffhängen und in Lagunen, bevorzugt über Geröll- und Schuttflächen am Riffrand, meist in Gruppen aus einem Männchen und mehreren Weibchen. Man findet ihn dort ungefähr in Tiefen von wenigen Metern bis in den Bereich von etwa 30 bis 40 Metern, oft in Zonen mit spürbarer Strömung. Dort pickt er im freien Wasser Planktonkrebse auf und sucht bei Gefahr sofort Schutz zwischen den Steinen. Je nach Region unterscheiden sich die Farben etwas: Tiere aus dem Indischen Ozean zeigen oft einen roten Bereich hinter dem Auge, Pazifikformen eher rote Flossensäume. Im Handel gelangen vor allem Wildfänge an den Markt. Die Art gilt in der Roten Liste als nicht ausreichend datenbasiert eingestuft. Für diesen Artikel ist keine Nachzucht angegeben, die genaue Fangregion kann je nach Lieferung abweichen.

Eignung für das Riffaquarium

Gegenüber Steinkorallen, Weichkorallen, Krustenanemonen und Anemonen gilt der Pracht-Zwerglippfisch als geeignet: Er zupft nicht an Korallen und richtet normalerweise keinen Schaden an. Bei Garnelen und anderen Wirbellosen ist die Einschätzung differenzierter, also bedingt geeignet. Als aktiver Planktonjäger frisst er Ruderfußkrebse, Jungkrebse und sehr kleine Garnelen wie Zwerg- oder Sexy-Garnelen sowie deren Nachwuchs. Größere Putzergarnelen, Einsiedler, Schnecken und Seesterne bleiben in der Regel unbehelligt, eine Garantie dafür gibt es bei einem Wildfang jedoch nicht. Einige Halter berichten, dass er Planarien frisst, darauf sollte man sich aber nicht als Bekämpfungsmaßnahme verlassen. Wichtig ist die Abdeckung des Beckens, denn der Fisch springt, vor allem in den ersten Wochen, bei Schreck leicht heraus. Giftig ist er nach den vorliegenden Angaben nicht.

Vergesellschaftung und Verhalten

Am wohlsten fühlt sich der Pracht-Zwerglippfisch als Paar oder als ein Männchen mit mehreren Weibchen. Einzeln gehaltene Männchen verblassen mit der Zeit oft und zeigen kaum ihr Balzkleid. Zwischen mehreren Männchen kommt es in kleineren Becken zu Auseinandersetzungen, ebenso gegenüber anderen Zwerglippfischen, vor allem wenn bereits etablierte Männchen im Becken leben. Setzt man ihn zu mehreren Cirrhilabrus-Arten, sollte er als einer der letzten Lippfische eingesetzt werden und das Becken genug Raum und Sichtbarrieren bieten. Gegenüber ruhigen bis mittelkräftigen Riffbewohnern ist er meist friedlich, mit sehr ruppigen Arten wie größeren Doktor-, Drücker- oder Riffbarschen kann er jedoch unterlegen sein, weil er schüchtern wirkt und beim Futter zu kurz kommt. Er braucht freien Schwimmraum im Mittelwasser und mehrere Höhlen und Überhänge zum Zurückziehen.

Wasserwerte und Temperatur

Bewährt haben sich stabile Riffbedingungen: Dichte 1,023–1,025 (entspricht etwa 33–35 ‰ Salzgehalt), pH-Wert 8,1–8,4, Karbonathärte 7–10 °dKH und eine Temperatur von 24–26 °C. In der Fachliteratur werden auch Temperaturen zwischen 22 und 28 °C genannt, Dauerwerte am oberen oder unteren Rand sind aber nicht zu empfehlen. Der Fisch kommt aus klarem, sauerstoffreichem Wasser mit Strömung, daher sind sauberes Wasser, eine kräftige Strömung mit ruhigen Zonen und eine gute Filterung wichtig. Nitrat und Phosphat sollten niedrig bleiben, Schwankungen von Dichte und Temperatur werden schlecht vertragen. Ein feiner Sand- oder Geröllboden entspricht dem natürlichen Lebensraum.

Aquarium und Einrichtung

Für ein Paar oder eine kleine Gruppe empfehlen wir ein Aquarium ab etwa 400 Litern, besser 500 Liter oder mehr; einige Quellen nennen schon 350 Liter als Mindestmaß, andere 500 Liter. Entscheidend ist weniger das reine Volumen als die Grundfläche, denn der Fisch ist ein ausdauernder Schwimmer. Sinnvoll ist ein Becken von etwa 120 cm Kantenlänge oder mehr, mit offener Wasserfläche über dem Riffaufbau sowie Höhlen und Spalten, in die sich der Fisch zurückziehen kann. Wer mehrere Zwerglippfische oder weitere aktive Arten pflegt, braucht entsprechend mehr Platz. Eine feste, gut schließende Abdeckung ist Pflicht.

Futter und Futterumstellung

Der Pracht-Zwerglippfisch ist ein aktiver Planktonfresser mit hohem Stoffwechsel und braucht mehrere kleine Mahlzeiten am Tag, anfangs gern drei bis vier. Geeignet sind Mysis, Artemia, kleine Krillstücke, Cyclops, Copepoden und hochwertiges Granulat oder Flocken. Frischgefangene Tiere nehmen Frostfutter anfangs oft nur zögerlich an. Hilfreich sind lebendes oder frisch aufgetautes Plankton, ein ruhiges Futterumfeld und ein gut besiedeltes Riff mit natürlichen Kleinkrebsen als Zusatzfutter. Danach gewöhnen sich die meisten Tiere erfahrungsgemäß problemlos an Frost- und Trockenfutter. Carotinreiche und vielseitige Kost fördert die Farbintensität. Das Futter sollte klein genug sein, damit die Tiere es im Freiwasser aufnehmen können.

Eingewöhnung

Cirrhilabrus-Arten gelten als transportempfindlich und anfangs scheu, deshalb sollte die Eingewöhnung ruhig und gründlich verlaufen. Nach der Ankunft das Tier im geschlossenen Beutel zum Temperaturausgleich aufs Wasser setzen, dann mit der Tropfmethode über etwa ein bis zwei Stunden, bei Bedarf länger, langsam an Salzgehalt, pH-Wert und Temperatur des Beckens angleichen. Das Licht dabei dämpfen. Eine Quarantäne in einem ruhigen, gut abgedeckten Becken mit Verstecken ist empfehlenswert. Gerade am Anfang springt der Fisch leicht aus dem Aquarium, deshalb unbedingt abdecken. Futter in kleinen Portionen anbieten, sobald der Fisch ruhig schwimmt, und die ersten Tage auf eine möglichst stressarme Umgebung achten.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter lassen sich gut unterscheiden. Männchen sind überwiegend grünlich bis blassgrau und tragen rote, rosa und blaue Zeichnungen im Kopfbereich und an den Flossen; zur Balz leuchten sie deutlich intensiver, besonders in Anwesenheit von Weibchen. Weibchen und Jungtiere sind purpurrosa gefärbt und haben einen dunklen Fleck am Schwanzstiel, oft auch einen hellen Punkt an der Schnauze. Wie viele Lippfische können sich die Tiere im Lauf des Lebens umfärben, bei Weibchen kann ein Wechsel zum Männchen auftreten. Bei der angegebenen Größe von 5 bis 7 cm lässt sich das Geschlecht nicht in jedem Fall sicher bestimmen.

Zucht

In der Natur laicht die Art in Gruppen mit einem dominanten Männchen und mehreren Weibchen. Das Männchen balzt mit gespreizten Flossen und intensiven Farben; die Eier werden ins freie Wasser abgegeben, die Weibchen betreiben keine Brutpflege. Die Larven entwickeln sich im Plankton. Im Heimaquarium ist eine Nachzucht nach unserem Kenntnisstand nicht etabliert, und die im Handel erhältlichen Tiere sind in der Regel Wildfänge. Für diesen Artikel liegt kein Nachzuchthinweis vor.

Endgröße und Lebenserwartung

Ausgewachsen erreicht der Pracht-Zwerglippfisch etwa 10 bis 12 cm, manche Quellen nennen auch 8 bis 11 cm. Der angebotene Fisch mit 5 bis 7 cm ist noch nicht ausgewachsen und kann im Aquarium noch zulegen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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