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Koran-Kaiserfisch, Pomacanthus semicirculatus, ca. 6,0-8,0 cm
| Deutscher Name: | Koran-Kaiserfisch |
| Wissenschaftlich: | Pomacanthus semicirculatus |
| Synonyme: | Koran Angelfish, Semicircle Angelfish, Half-circled Angelfish, Zebra Angelfish, Blue Angelfish, Koran-Kaiser |
| Herkunft: | Indopazifik, vom Roten Meer und Ostafrika bis Samoa, Südjapan und Australien |
| Riffaquarium-tauglich: | Ungeeignet für Korallen, Muscheln und Schwämme; gegenüber Garnelen und Krebsen nur bedingt geeignet |
| Verträglichkeit: | Einzelgänger; gegenüber anderen Kaiserfischen oft aggressiv, mit großen, wehrhaften Mitbewohnern möglich |
| Wasserwerte: | Dichte 1,022–1,025, pH 8,1–8,4, KH 8–12 °dKH, 24–27 °C |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Für adulte Tiere mindestens ca. 1.000 Liter, Kantenlänge ab 200 cm |
| Futter: | Allesfresser mit hohem Algen- und Schwammanteil; Frostfutter, Spirulina, Nori und Pellets |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel bis anspruchsvoll; nur für erfahrene Meerwasseraquarianer mit sehr großem Becken |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich keine verlässlichen Unterschiede erkennbar |
| Zucht möglich: | Im Heimaquarium nicht etabliert; Handelsware stammt überwiegend aus Wildfang |
| Maximale Größe: | Bis ca. 40 cm; Jungfische 6–8 cm; Lebenserwartung ca. 15–20 Jahre |
| Liefergröße: | ca. 6,0-8,0 cm |
Herkunft von Koran-Kaiserfisch (Pomacanthus semicirculatus)
Der Koran-Kaiserfisch ist im gesamten Indowestpazifik zu Hause. Sein Verbreitungsgebiet reicht vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste über Madagaskar und die Maskarenen bis nach Samoa und Tonga, im Norden bis Südjapan und im Süden bis Westaustralien, New South Wales und Neukaledonien. Er besiedelt Korallenriffe und riffnahe Küstengewässer in etwa einem bis dreißig, nach manchen Angaben bis vierzig Metern Tiefe. Die Jungfische halten sich bevorzugt in Gezeitentümpeln, geschützten Kanälen und auf äußeren Riffdächern auf, während die erwachsenen Tiere unter Überhängen und in Höhlen korallenreicher Lagunen- und Außenriffe leben. Man begegnet ihnen einzeln oder paarweise, gelegentlich auch an Wracks. Berühmt ist der Koran-Kaiserfisch für seinen dramatischen Farbwechsel: Das Jugendkleid ist blauschwarz mit konzentrischen weißlich-blauen Halbkreisen, das Alterskleid dagegen dunkler Grund mit feiner heller Punktierung und blau gesäumten Flossen. Der angebotene Fisch von 6 bis 8 cm steht noch im Jugendkleid. Die Art gilt als nicht gefährdet. Ob dieser Artikel aus Wildfang oder Nachzucht stammt, geht aus der Bezeichnung nicht hervor; eine Nachzucht sollte deshalb nicht vorausgesetzt werden.
Eignung für das Riffaquarium
Ungeeignet für das klassische Riffaquarium. Koran-Kaiserfische knabbern an Stein- und Weichkorallen, Zoanthus-Kolonien und Muschelmänteln, etwa von Riesenmuscheln. Auch Schwämme und Manteltiere gehören in der Natur zum Speiseplan und sind im Becken gefährdet. Gegenüber Garnelen, Einsiedlerkrebsen und Schnecken gilt der Fisch nur als bedingt geeignet: Ein gezielter Fraß ist nicht die Regel, kann bei einem großen, hungrigen Tier aber nicht ausgeschlossen werden. Sinnvoll ist die Haltung in einem Fischbecken mit viel Lebendgestein, auf dem der Kaiserfisch weiden kann. Wer Korallen pflegen möchte, sollte sich für eine andere Art entscheiden.
Vergesellschaftung und Verhalten
Der Koran-Kaiserfisch wird mit zunehmender Größe revierbewusst und bestimmt oft das Geschehen im Becken. Gegenüber anderen Kaiserfischen, vor allem ähnlich gefärbten oder gleich gebauten Arten und Artgenossen, ist er häufig aggressiv. Deshalb empfiehlt sich die Einzelhaltung; eine Gruppe oder ein Paar gelingt allenfalls in sehr großen Anlagen. Gut vergesellschaften lassen sich in der Regel große, aktive und wehrhafte Fische wie Doktorfische, Lippfische oder Drückerfische, wenn das Becken ausreichend Platz und Rückzugsräume bietet. Scheue, kleine oder langsame Fische können bedrängt werden. Das Tier sollte als einer der letzten Fische eingesetzt werden, damit es kein Revier verteidigt, das schon besetzt ist.
Wasserwerte und Temperatur
Der Koran-Kaiserfisch braucht stabiles, sauberes Meerwasser mit hohem Sauerstoffgehalt. Bewährt haben sich eine Dichte von 1,022 bis 1,025 (ca. 32–35 ‰ Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4, eine Karbonathärte von etwa 8 bis 12 °dKH und eine Temperatur von 24 bis 27 °C; kurzzeitig werden auch etwas weitere Spannen vertragen. Nitrat und Phosphat sollten niedrig bleiben. Eine kräftige Abschäumung und regelmäßige Teilwasserwechsel sind wichtig, da ein großer Allesfresser viel Belastung erzeugt. Ein mäßiger bis kräftiger Wasserfluss mit ruhigen Zonen entspricht dem Riffhabitat. Kupferhaltige Medikamente werden von Kaiserfischen schlecht vertragen und sollten nur mit Bedacht eingesetzt werden.
Aquarium und Einrichtung
Obwohl Jungfische mit 6 bis 8 cm klein wirken, wächst der Koran-Kaiserfisch auf bis zu etwa 40 cm heran. Die Angaben zur Mindestgröße schwanken je nach Quelle zwischen etwa 480 und über 1.000 Litern; für ein erwachsenes Tier ist ein Becken ab etwa 1.000 Litern mit mindestens 200 cm Kantenlänge die ehrliche Empfehlung. Wichtig sind lange, freie Schwimmstrecken und viel Lebendgestein mit Höhlen, Spalten und Überhängen zum Verstecken, Schlafen und Abweiden. Wer das Tier zunächst in einem kleineren Becken pflegt, muss von Anfang an einen Umzug in ein sehr großes Aquarium einplanen. Eine gut sitzende Abdeckung ist bei großen, aktiven Fischen grundsätzlich sinnvoll.
Futter und Futterumstellung
Der Koran-Kaiserfisch ist ein Allesfresser, der in der Natur Algen, Schwämme und Manteltiere frisst. Im Aquarium sollte das Futter vielfältig sein: Spirulina, Meeresalgen und Nori-Blätter, Frostfutter mit Schwammanteil, Mysis, Artemia und hochwertige Kaiserfischmischungen. Gefüttert wird mehrmals täglich in kleinen Portionen, damit die Wasserqualität stabil bleibt. Eine Umstellung auf Frost- und Trockenfutter gelingt meist gut, sollte bei neu eingesetzten Tieren aber in Ruhe erfolgen: zuerst Algen und Frostfutter anbieten, später Pellets und Flocken beimischen. Lebendgestein mit Algenaufwuchs unterstützt das natürliche Weideverhalten und die Fresslust.
Eingewöhnung
Der Fisch wird mit der Tropfmethode langsam an Temperatur und Salzgehalt des Beckens angeglichen, über mindestens eine bis zwei Stunden, bei Unterschieden in der Dichte gern länger. Der Transportbeutel sollte dabei abgedunkelt bleiben, um Stress zu vermeiden. Anschließend ist eine Eingewöhnungs- oder Quarantänephase in einem separaten, ruhigen Becken mit Verstecken sinnvoll, damit Futterannahme und Gesundheit beobachtet werden können. In dieser Zeit gewöhnen sich Jungfische meist gut an Frost- und Trockenfutter. Beim Umsetzen mit dem Kescher besteht wegen des Dorns am Kiemendeckel die Gefahr, dass sich der Fisch verhakt; ein Behälter ist schonender.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich sind Männchen und Weibchen nicht verlässlich zu unterscheiden. Der auffälligste Unterschied besteht nicht zwischen den Geschlechtern, sondern zwischen Jung- und Alterskleid: Das Jugendkleid mit den hellen Halbkreisen wird im Lauf von etwa anderthalb bis zwei Jahren durch das gepunktete Alterskleid ersetzt.
Zucht
Eine Vermehrung im Heimaquarium ist bei dieser Art nicht etabliert und für Hobbyhalter praktisch nicht zu erwarten. Kaiserfische laichen im Freiwasser, und die Larven sind sehr schwierig aufzuziehen. Im Handel stammt der Koran-Kaiserfisch überwiegend aus Wildfang; eine Nachzucht sollte nur angenommen werden, wenn sie ausdrücklich angegeben ist.
Endgröße und Lebenserwartung
Erwachsene Koran-Kaiserfische erreichen bis zu etwa 40 cm; der angebotene Jungfisch misst 6 bis 8 cm und wächst bei guter Haltung zügig. Zur Lebenserwartung nennen seriöse Quellen für die Haltung meist etwa 15 bis 20 Jahre; vereinzelt werden auch 10 bis 15 oder rund 21 Jahre angegeben. Verlässliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder zwischen Freiland und Aquarium sind nicht belegt. Wer diesen Fisch erwirbt, übernimmt also eine Verantwortung für zwei Jahrzehnte.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.