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Indischer Rauchglas-Kaiserfisch, Apolemichthys xanthurus

Robuster Kaiserfisch

Gilt als einer der unkomplizierteren Kaiserfische

Leuchtend gelber Schwanz

Cremeweißer Körper, dunkler Kopf, gelbe Schwanzflosse

Großes Becken nötig

Für 600 bis 750 Liter und mehr mit viel Schwimmraum

Bedingt riffsicher

Kann an Korallen und Muscheln knabbern, nicht für jedes Riff

Indischer Rauchglas-Kaiserfisch, Apolemichthys xanthurus


Auf einen Blick: Indischer Rauchglas-Kaiserfisch, Apolemichthys xanthurus
Deutscher Name:Indischer Rauchglas-Kaiserfisch
Wissenschaftlich:Apolemichthys xanthurus
Synonyme:Gelbschwanz-Kaiserfisch, Indischer Rauchkaiserfisch, Xanthurus-Kaiserfisch, Indian Yellowtail Angelfish, Yellowtail Angelfish, Cream Angelfish, Smoke Angelfish
Herkunft:Nördlicher und westlicher Indischer Ozean (u. a. Sri Lanka, Malediven, Ostküste Indiens)
Riffaquarium-tauglich:Bedingt geeignet: kann an Korallen, Muscheln und Schwämmen knabbern
Verträglichkeit:Einzeln oder als eingewöhntes Paar; gegenüber anderen Kaiserfischen oft unverträglich
Wasserwerte:Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dH, nitratarm
Temperatur:24–27 °C (Handelsangaben bis 22–28 °C)
Beckengröße:Mindestens 600–750 Liter, besser größer, mit viel Schwimmraum
Futter:Allesfresser: Mysis, Krill, Muschelfleisch, Nori-Algen, Granulat, Flocken
Schwierigkeitsgrad:Mittel; für einen Kaiserfisch vergleichsweise robust
Geschlechts-Unterschiede:Äußerlich keine verlässlichen Unterschiede bekannt
Zucht möglich:Keine verlässlich dokumentierte Aquarien-Nachzucht
Maximale Größe:Bis etwa 15 cm; Liefergröße 10–12 cm
Liefergröße:ca. 10,0-12,0 cm
Im Detail: Indischer Rauchglas-Kaiserfisch, Apolemichthys xanthurus

Herkunft von Indischer Rauchglas-Kaiserfisch (Apolemichthys xanthurus)

Der Indische Rauchglas-Kaiserfisch, wissenschaftlich Apolemichthys xanthurus, gehört zur Familie der Kaiserfische (Pomacanthidae) und lebt im Indischen Ozean. Die Art wurde ursprünglich von Sri Lanka beschrieben und kommt außerdem an den Malediven, an der Ostküste Indiens, rund um die Maskarenen und die Andamanen vor; neuere Nachweise reichen bis in die Gewässer vor Sumatra. Man trifft ihn einzeln oder paarweise an Korallen- und Felsriffen, in Tiefen von etwa 5 bis 85 Metern. Dort ernährt er sich von Krebstieren, Schwämmen und Algen. Äußerlich fällt er durch den cremefarbenen bis hellgrauen Körper auf, dessen Schuppen dunkel gesäumt sind und so ein feines Gittermuster zeichnen. Kopf sowie Rücken- und Afterflosse sind dunkel, die Flossen weiß gerandet, und die Schwanzflosse leuchtet gelb. Jungtiere tragen ein breites dunkles Band über dem Auge und einen schrägen dunklen Fleck auf dem Rücken, der mit dem Alter verblasst. Die Art ist nah mit dem Gelbohr-Kaiserfisch aus dem Roten Meer verwandt und wird nach IUCN als nicht gefährdet geführt. Im Handel zählt sie zu den regelmäßig angebotenen Kaiserfischen. Die Lieferbezeichnung enthält keinen Nachzuchthinweis, deshalb wird hier keine Nachzucht angegeben.

Eignung für das Riffaquarium

Bedingt geeignet, und das sollte man ehrlich so sagen. Verglichen mit vielen großen Kaiserfischen gilt die Art als zurückhaltend, doch sie bleibt ein Kaiserfisch mit natürlicher Vorliebe für Schwämme, Manteltiere und Algen. Weiche, robuste Korallen werden häufig in Ruhe gelassen, bei einzelnen Tieren wird aber das Anzupfen von Krustenanemonen, fleischigen LPS-Korallen und Muschelmänteln berichtet, auch an Riesenmuscheln. Das Verhalten ist individuell und lässt sich vorab nicht sicher einschätzen. Schwämme und Manteltiere sind ungeeignete Nachbarn, da sie zum natürlichen Nahrungsspektrum gehören. SPS-Korallen werden seltener erwähnt, verlässliche Aussagen dazu fehlen jedoch. Bei Garnelen, Krabben und anderen Krebsen gibt es keine belastbaren Daten; kleine Krebstiere stehen in der Natur auf dem Speiseplan, daher ist Vorsicht angebracht. Eine abwechslungsreiche, regelmäßige Fütterung und ein gut eingefahrenes, strukturreiches Becken senken das Risiko, schließen es aber nicht aus. Wer empfindliche Korallen, Muscheln oder Wirbellose im Mittelpunkt hat, sollte eher auf einen anderen Fisch ausweichen.

Vergesellschaftung und Verhalten

Der Indische Rauchglas-Kaiserfisch gilt als einer der verträglicheren Kaiserfische. Die Haltung als Einzeltier ist problemlos, ein Paar kann in sehr großen Becken klappen, sofern beide gleichzeitig eingesetzt werden oder es sich um ein bereits etabliertes Paar handelt. Gegenüber anderen Kaiserfischen, besonders der eigenen Gattung, kann er jedoch Revierverhalten zeigen. Das gilt auch für ähnlich gefärbte Arten wie den Gelbohr-Kaiserfisch. Friedliche Riffbarsche, Lippfische, Doktorfische und Drückerfische sollten mit Bedacht und ausreichend Platz kombiniert werden; Streit lässt sich durch Sichtbarrieren und Rückzugsmöglichkeiten entschärfen. Ein luftiger Aufbau mit Durchschwimmmöglichkeiten und Höhlen hilft ihm, Stress abzubauen. Zuletzt eingesetzte Tiere sind oft die Zielscheibe, daher empfiehlt sich, den Kaiserfisch nicht als Letzten einzusetzen oder das Dekor vorher umzustellen. Sehr aggressive Tankmates können den Fisch zudem vom Futter fernhalten und eine Futterumstellung erschweren.

Wasserwerte und Temperatur

Gefragt sind stabile, saubere Riffwerte: Dichte 1,023–1,025 (entspricht etwa 31–35 ‰ Salzgehalt), pH 8,1–8,4, Karbonathärte 7–10 °dKH, Temperatur 24–27 °C. In Handelsangaben werden teils 22–28 °C genannt; als Dauerbereich im Aquarium ist der engere Bereich sinnvoller. Nitrit muss null sein, Nitrat sollte niedrig bleiben, und das Wasser sollte gut mit Sauerstoff versorgt sein. Kräftige Strömung, ein leistungsfähiger Abschäumer und regelmäßige Teilwasserwechsel unterstützen die Wasserqualität. Kaiserfische reagieren auf schwankende Werte und Verschmutzung empfindlich, daher sind Konstanz und regelmäßige Kontrollen wichtiger als Spitzenwerte. Pflegeaufwand und Anspruch werden als mittel eingestuft.

Aquarium und Einrichtung

Auch wenn der Fisch nur etwa 15 cm erreicht, braucht er Platz zum Schwimmen und zum Ausweichen. Die Angaben seriöser Quellen liegen zwischen etwa 600 und 1000 Litern; ein Becken ab 600 bis 750 Litern mit großzügigem Schwimmraum ist ein vernünftiger Mindestwert, größer ist besser, vor allem bei Paaren oder gemischtem Fischbesatz. Wichtig sind ein stabiler, durchdacht aufgebauter Riffaufbau mit Höhlen, Überhängen und freien Wasserflächen sowie ein dicht schließendes Becken. Kleinere Becken führen schneller zu Stress, Revierstreit und Futterneid. Der Kiemendeckeldorn, typisch für Kaiserfische, kann sich beim Keschern verhaken; das Tier sollte nur vorsichtig, am besten mit Behälter, gefangen werden. Eine Vergiftungsgefahr ist nicht bekannt.

Futter und Futterumstellung

In der Natur frisst die Art vor allem Schwämme, Manteltiere, Krebstiere und Algen. Im Aquarium gilt sie unter den Kaiserfischen als vergleichsweise unkompliziert, geht oft schnell an Ersatzfutter und nimmt Frostfutter und Granulat an. Ein breit gefächerter Speiseplan ist entscheidend: Mysis, Krill, Artemia, Muschelfleisch, Nori-Algen und hochwertige Kaiserfischmischungen mit Schwammanteil, dazu Granulat und Flocken. Mehrere kleine Portionen pro Tag sind besser als eine große Mahlzeit. Frisst ein Tier beim Eintreffen noch nicht zuverlässig, sollte man es nicht als geeignet für Anfänger ansehen: Achten Sie vor dem Kauf auf aktives Fressen und eine runde Körperform. Eine Hohlwange hinter dem Kopf, verblasste Farben und nur wiederholtes Picken ohne Fressen sind Warnzeichen. Algenbewuchs im Becken dient als Zusatzfutter.

Eingewöhnung

Neu eingetroffene Tiere sollten ruhig und mit gedimmtem Licht eingesetzt werden. Temperatur und Salzgehalt werden langsam über die Tropfmethode angeglichen, am besten über ein bis zwei Stunden; Wasser aus dem Transportbeutel wird nicht ins Becken gegeben. Eine Quarantäne oder ein separates Eingewöhnungsbecken mit Verstecken und Frostfutter hilft, Krankheiten zu erkennen und das Tier an Futter zu gewöhnen, bevor es ins Hauptbecken kommt. Beim Einsetzen sollte das Dekor möglichst nicht vor anderen Kaiserfischen verteidigt werden, deshalb ist das Umbauen vorab hilfreich. In den ersten Tagen kann der Fisch scheu sein; sobald er aktiv schwimmt und frisst, ist das ein gutes Zeichen. Weißpünktchen und andere Parasiten sind bei Kaiserfischen nach Stress möglich, daher gilt: Stress vermeiden, Wasserwerte beobachten und Tiere genau kontrollieren.

Geschlechtsunterschiede

Für diese Art sind keine verlässlichen äußeren Geschlechtsunterschiede dokumentiert. Eine Bestimmung nach Färbung oder Größe ist nicht sicher möglich; ein Paar lässt sich im Aquarium nicht zuverlässig zusammenstellen.

Zucht

Aus dem Aquarium sind keine verlässlich dokumentierten Nachzuchten bekannt. Kaiserfische laichen im Freiwasser, und die Larven sind sehr schwer aufzuziehen. In der Natur wird eine Kreuzung mit dem Dreipunkt-Kaiserfisch vermutet, die als Apolemichthys armitagei beschrieben wurde. Für die Praxis gilt: Tiere im Handel stammen in aller Regel aus Wildfängen, sofern die Lieferbezeichnung nichts anderes ausweist; für diesen Artikel gibt es keinen Nachzuchthinweis.

Endgröße und Lebenserwartung

Die Art erreicht in der Regel etwa 15 cm Gesamtlänge; einzelne Handelsangaben nennen mehr, seriöse Datenbanken liegen bei etwa 15 cm. Das gelieferte Tier mit 10–12 cm ist daher fast ausgewachsen, färbt sich aber mit dem Alter noch dunkler. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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