Oxina Kardinalbarsch, Ostorhinchus oxina
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Oxina Kardinalbarsch, Ostorhinchus oxina
| Deutscher Name: | Oxina Kardinalbarsch |
| Wissenschaftlich: | Ostorhinchus oxina |
| Synonyme: | Oxina-Kardinalbarsch, Apogon oxina |
| Herkunft: | Indischer Ozean: Malediven, Indien und Sri Lanka; beschrieben aus dem Golf von Bengalen. |
| Riffaquarium-tauglich: | Korallenverträglich; winzige Krebstiere und Jungfische sind als mögliche Beute zu berücksichtigen. |
| Verträglichkeit: | Ruhiger Gruppenbesatz mit Verstecken; während der Paarbildung auf bedrängte Tiere achten. |
| Wasserwerte: | Empfohlene Ziele: 33–35 PSU, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH. |
| Temperatur: | Etwa 25–27 °C als Aquarienziel, nicht mit modellierten Freilandtemperaturen verwechseln. |
| Beckengröße: | Für eine kleine Gruppe empfehlen wir ab etwa 300 Litern. |
| Futter: | Feine Mysis, Artemia, Copepoden und anderes kleines marines Frostfutter. |
| Schwierigkeitsgrad: | Für erfahrene Halter; empfindlich beim Transport und in der Eingewöhnung. |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich keine verlässliche Geschlechtsauswahl möglich. |
| Zucht möglich: | Maulbrüter mit Paarbildung; verlässliche Aufzuchtdetails zur Art sind begrenzt. |
| Maximale Größe: | Bis 7,1 cm Standardlänge, mit Schwanzflosse entsprechend länger. |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
Herkunft von Oxina Kardinalbarsch (Ostorhinchus oxina)
Der Oxina Kardinalbarsch kommt aus dem Indischen Ozean. Die bestätigte Verbreitung umfasst Gewässer der Malediven, Indiens und Sri Lankas; wissenschaftlich beschrieben wurde die Art anhand von Tieren aus dem Golf von Bengalen. Nachweise liegen aus ungefähr zehn bis zweiundzwanzig Metern Tiefe vor. Er lebt bodennah und wird mit sandigen sowie schlammigen Untergründen in Verbindung gebracht. Sein heller Körper trägt dunkle Längsstreifen an Kopf und oberer Körperhälfte. Dazu kommen senkrechte dunkle Striche an den Flanken, die bis an die seitliche Längszeichnung heranreichen und dem Muster eine besondere Struktur geben. Gerade diese Merkmale unterscheiden ihn von ähnlich wirkenden Kardinalbarschen mit gleichmäßigen orangefarbenen Streifen. Für das Aquarium ist seine zurückhaltende Lebensweise wichtiger als eine möglichst auffällige Präsentation unter starkem Licht. Bieten Sie der Gruppe sichere Rückzugsorte nahe einer freien, ruhigen Wasserzone. Mehrere Höhlen und Durchgänge erleichtern das Ausweichen. Ein gut eingefahrenes Becken mit wenig Futterkonkurrenz hilft außerdem dabei, nach dem Transport wieder regelmäßige Nahrungssuche und ein entspanntes Gruppenverhalten zu beobachten.
Eignung für das Riffaquarium
Korallen werden gewöhnlich nicht angegriffen. Das relativ große Maul erlaubt dennoch die Aufnahme kleiner Tiere. Vermeiden Sie eine bedenkenlose Vergesellschaftung mit winzigen Garnelen oder frisch geschlüpften Fischen; größere Wirbellose und Korallen sind gesondert zu beurteilen.
Vergesellschaftung und Verhalten
Eine kleine Gruppe mit friedlichen Fischen bietet gute Beobachtungsmöglichkeiten. Achten Sie besonders bei Paarbildung darauf, dass kein Tier dauerhaft in einer Ecke steht oder vom Futter ausgeschlossen wird. Große Räuber und hektische Nahrungskonkurrenten sind ungeeignet.
Wasserwerte und Temperatur
Praktische Haltungsziele sind 33–35 PSU, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH und etwa 25–27 °C. Veröffentlichte höhere Freiland-Temperaturmodelle sind keine zwingenden Aquarien-Sollwerte. Halten Sie die Bedingungen gleichmäßig und sorgen Sie für gute Sauerstoffversorgung.
Aquarium und Einrichtung
Für eine kleine Gruppe empfehlen wir vorsichtig mindestens etwa 300 Liter. Lassen Sie zwischen Höhlen und Überhängen offene Schwimmwege. Ruhigere Bereiche sollten vorhanden sein, ohne dass die Wasserbewegung und Sauerstoffversorgung im gesamten Becken zu schwach werden. Decken Sie das Aquarium sicher ab.
Futter und Futterumstellung
Beginnen Sie mit kleinen Portionen Artemia, feinen Mysis und Copepoden. Platzieren Sie das Futter so, dass zurückhaltende Tiere ebenfalls etwas erhalten. Eine Gewöhnung an kleines Granulat ist möglich, darf aber eine sichere Aufnahme tierischen Frostfutters nicht ersetzen.
Eingewöhnung
Gleichen Sie Temperatur und Salzgehalt langsam an, zum Beispiel mit kontrollierter Tropfzugabe. Setzen Sie die Tiere bei gedämpftem Licht ein und vermeiden Sie weitere Störungen. Da diese Art als transportempfindlich gilt, kontrollieren Sie in den ersten Tagen jedes Tier auf Fressen und unauffällige Atmung.
Geschlechtsunterschiede
Eine sichere Unterscheidung der Geschlechter anhand von Farbe oder Flossen ist für die Auswahl nicht belegt. Die vorübergehend gefüllte Maulregion eines brutpflegenden Tieres ist kein allgemeines äußeres Geschlechtsmerkmal.
Zucht
Für die Art sind Maulbrüten und deutliche Paarbildung während der Fortpflanzung dokumentiert. Artspezifische Aufzuchtangaben sind begrenzt; feste Schlupffristen lassen sich deshalb nicht zuverlässig vorhersagen. Ein Zuchtversuch verlangt ein vorbereitetes Larvensystem und passende lebende Kleinstnahrung. Hier liegt keine Nachzuchtkennzeichnung vor.
Endgröße und Lebenserwartung
Die belegte Maximallänge von 7,1 cm bezieht sich auf die Standardlänge ohne Schwanzflosse. Die Gesamtlänge fällt somit etwas größer aus; verwechseln Sie diese Maße nicht mit der Liefergröße. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.