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Kleiner Hexenwels „Gold“, Rineloricaria parva

Goldene Farbform

Heller, goldgelber Grundton statt brauner Tarnfärbung

Friedlicher Bodenbewohner

Ruhiger Wels für kleine Salmler und Zwergbuntbarsche

Mag es kühler

Fühlt sich bei 20 bis 25 °C wohl, nicht für Warmbecken

Vater pflegt die Brut

Das Männchen bewacht und befächelt das Gelege in der Höhle

Kleiner Hexenwels „Gold“, Rineloricaria parva


Auf einen Blick: Kleiner Hexenwels „Gold“, Rineloricaria parva
Deutscher Name:Kleiner Hexenwels „Gold“
Wissenschaftlich:Rineloricaria parva
Synonyme:Gold Whiptail Catfish, Goldener Hexenwels, Rineloricaria parva gold
Herkunft:Südamerika: Paraguay, Brasilien, Argentinien; Goldform aus Nachzucht
Gesellschafts-Aquarium:Friedlicher Bodenbewohner, gut in kleiner Gruppe
Wasserwerte:pH 6,0–7,5, GH 2–15 °dH
Temperatur:20–25 °C
Beckengröße:ab 80 cm Länge, etwa 80 Liter
Bepflanzung:Feiner Sand, Laub, Wurzeln, Höhlen und Röhren
Futter:Sinkende Tabletten, Gemüse, Frostfutter wie Mückenlarven
Geschlechts-Unterschiede:Männchen mit Borsten an Kopf und Brustflossen
Zucht möglich:Höhlenbrüter, das Männchen bewacht das Gelege
Maximale Größe:etwa 10–12 cm einschließlich Schwanzfaden
Liefergröße:ca. 4,0-5,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Gut verträglich mit erwachsenen Garnelen
Im Detail: Kleiner Hexenwels „Gold“, Rineloricaria parva

Herkunft von Kleiner Hexenwels „Gold“ (Rineloricaria parva)

Der Kleine Hexenwels Rineloricaria parva wurde 1895 von George Albert Boulenger als Loricaria parva beschrieben. Die Art ist im Süden Südamerikas verbreitet und kommt in Paraguay, im Süden Brasiliens und in Argentinien vor. Dort lebt sie über sandigem Grund zwischen Falllaub und Pflanzenresten, sowohl in klaren als auch in trüberen Weißwasserflüssen. Mit ihrem flachen, langgestreckten Körper und dem dünnen Schwanzstiel ist sie auf dem Boden kaum zu erkennen, was ihr den englischen Namen Whiptail eingebracht hat. Die hier angebotene Goldform ist eine Farbvariante aus Nachzucht: Statt der braun gemusterten Wildfärbung zeigen die Tiere einen hellen, gold- bis cremegelben Grundton, auf dem die typischen dunklen Sattelflecken nur schwach oder gar nicht sichtbar sind. Je nach Untergrund und Stimmung wirkt die Färbung heller oder kräftiger, frisch eingesetzte Fische sind oft noch blass. Es handelt sich um keine eigene Unterart, sondern um eine Farbform derselben Art mit denselben Ansprüchen. Wie viele Harnischwelse besitzt der Kleine Hexenwels einen Saugmund, mit dem er Aufwuchs von Steinen, Holz und Blättern abweidet. Da die Art es eher kühl mag, passt sie gut in nicht zu warm temperierte Gesellschaftsbecken.

Vergesellschaftung

Der Kleine Hexenwels ist ein ruhiger, friedlicher Bodenbewohner, der sich am wohlsten in einer kleinen Gruppe fühlt. Nur zur Laichzeit verteidigen Männchen ihre Höhle. Gute Mitbewohner sind kleine Salmler, Bärblinge, Panzerwelse und friedliche Zwergbuntbarsche. Hektische oder futterneidische Arten verdrängen die langsamen Fresser leicht vom Futter.

Passende Wasserparameter

Weiches bis mittelhartes Wasser mit pH 6,0 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 2 bis 15 °dH ist geeignet. Sauberes, sauerstoffreiches Wasser ist wichtiger als exakte Werte; regelmäßige Teilwasserwechsel halten die Belastung niedrig.

Haltungstemperatur

Ideal sind 20 bis 25 °C. Dauerhaft höhere Temperaturen werden schlecht vertragen, daher ist die Art nicht für sehr warme Becken geeignet.

Beckengröße

Für eine kleine Gruppe genügt ein Aquarium ab etwa 80 cm Länge und 80 Litern. Wichtig ist eine große, freie Bodenfläche.

Bepflanzung

Feiner Sand als Bodengrund schont die Unterseite der Tiere. Falllaub, Wurzeln und einige Höhlen oder dünne Röhren bieten Verstecke und Laichplätze. Pflanzen werden nicht beschädigt, auch dichte Bepflanzung ist möglich.

Futter

Als Allesfresser nimmt der Hexenwels sinkende Futtertabletten und Granulat gern an. Pflanzliche Kost wie überbrühte Zucchini, Spinat oder Gurke sollte regelmäßig angeboten werden. Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Daphnien und Artemia ergänzen den Speiseplan. Am besten abends füttern.

Geschlechtsunterschiede

Ausgewachsene Männchen entwickeln feine Borsten, sogenannte Odontoden, an den Kopfseiten und auf den Brustflossenstrahlen. Weibchen haben einen glatten Kopf und wirken zur Laichzeit fülliger. Bei Jungtieren sind die Geschlechter kaum zu unterscheiden.

Zucht

Die Nachzucht gelingt im Aquarium recht leicht. Das Männchen wählt eine enge Höhle oder Röhre, das Weibchen legt dort die Eier ab, und das Männchen bewacht und befächelt das Gelege allein. Nach vier bis fünf Tagen schlüpfen die Larven, wenig später schwimmen die Jungen frei und fressen Mikrowürmer, Artemia-Nauplien und weiches Gemüse. Große, kühlere Wasserwechsel können das Laichen anregen.

Endgröße

Der Kleine Hexenwels erreicht eine Gesamtlänge von etwa 10 bis 12 cm einschließlich des Schwanzfadens. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa 5 bis 8 Jahren.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Erwachsene Zwerggarnelen werden in Ruhe gelassen. Sehr kleiner Garnelennachwuchs kann gelegentlich beim Fressen mit aufgenommen werden, in gut bepflanzten Becken überlebt aber meist genug Nachwuchs.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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