Kettenlippfisch, Halichoeres leucurus
83,99 €*
25 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 2,50 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Kettenlippfisch, Halichoeres leucurus
| Deutscher Name: | Kettenlippfisch |
| Wissenschaftlich: | Halichoeres leucurus |
| Synonyme: | Graukopf-Lippfisch, Greyhead Wrasse |
| Herkunft: | Westpazifik: Philippinen bis Neuguinea und Palau |
| Riffaquarium-tauglich: | Korallen meist unbehelligt; kleine Wirbellose können Beute sein |
| Verträglichkeit: | Mit passenden friedlichen Fischen; nur ein Männchen |
| Wasserwerte: | 34–35 ‰, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Ab ca. 800 Litern mit großer Sandfläche |
| Futter: | Mysis, Artemia und kleine marine Fleischkost |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; Sandbett und sichere Eingewöhnung erforderlich |
| Geschlechts-Unterschiede: | Weibchen längsgestreift, Männchen mit grauem Kopf und orangefarbenen Punkten |
| Zucht möglich: | Keine übliche Aquariennachzucht |
| Maximale Größe: | Bis ca. 13 cm |
| Liefergröße: | ca. 6,0-8,0 cm |
Herkunft von Kettenlippfisch (Halichoeres leucurus)
Der Kettenlippfisch bewohnt den westlichen Pazifik. Sein Verbreitungsgebiet reicht von den Philippinen nach Neuguinea und umfasst unter anderem Palau; nach Norden sind Vorkommen bei den Yaeyama-Inseln bekannt, nach Süden bis Flores in Indonesien. Er hält sich in korallenreichen Lagunen und inneren Riffkanälen auf. Zwischen Korallen, Algen und offenen Bodenstellen findet der tagaktive Fisch kleine wirbellose Beutetiere. Sand und lockere Ablagerungen sind dabei wichtige Bestandteile seines Lebensraumes. Der Kettenlippfisch nutzt den Boden außerdem als Versteck und Schlafplatz. Im Aquarium sollte die Einrichtung diese Kombination aus freien Suchflächen und festen Deckungsmöglichkeiten aufnehmen. Die Färbung verändert sich während seiner Entwicklung deutlich: Weibliche Tiere zeigen längs verlaufende Linien und dunkle, hell eingefasste Augenflecken, während ausgewachsene Männchen durch ihren grauer wirkenden Kopf und orangefarbene Punkte auffallen. Die Art wird daher auch Graukopf-Lippfisch genannt. Farbunterschiede zwischen einzelnen Exemplaren sind normal und sagen allein wenig über Gesundheit oder Wohlbefinden aus. Entscheidend sind ein unbeschädigter Körper, ruhige Atmung und eine erkennbare Futteraufnahme nach der Eingewöhnung.
Eignung für das Riffaquarium
Eine gezielte Ernährung von Korallen ist nicht typisch. Kleine Garnelen, Würmer, Schnecken und andere Bodenorganismen können jedoch gefressen werden. Beim Eingraben kann Sand auf benachbarte Korallen gelangen. Die Art deshalb nur mit Bedacht in ein Riffbecken einsetzen.
Vergesellschaftung und Verhalten
Wählen Sie Mitbewohner, die den Fisch weder bedrängen noch bei der Fütterung vollständig verdrängen. Mehrere Männchen oder sehr ähnliche Lippfische können konkurrieren. Für eine überschaubare Haltung bietet sich ein einzelnes Tier mit passenden anderen Arten an.
Wasserwerte und Temperatur
Als stabile Pflegewerte sind 24–27 °C, 34–35 ‰ Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 7–10 °dKH sinnvoll. Gute Sauerstoffversorgung und regelmäßige Wasserpflege sind wichtiger als das Ausnutzen weit gefasster Toleranzbereiche.
Aquarium und Einrichtung
Planen Sie konservativ ab etwa 800 Litern mit viel nutzbarer Grundfläche. Ein weiches Sandbett von ungefähr 7–10 cm und standfeste Felsstrukturen ermöglichen Rückzug und Nachtruhe. Offene Schwimmstrecken freihalten und das Becken gegen Herausspringen sichern.
Futter und Futterumstellung
Mehrere kleine Mahlzeiten mit Mysis, Artemia und fein geschnittener mariner Fleischkost anbieten. Angereichertes Frostfutter sorgt für Abwechslung; geeignetes Granulat kann nach Gewöhnung ergänzen. Prüfen Sie gerade zu Beginn, ob das Tier tatsächlich Nahrung schluckt.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt langsam und unter Aufsicht angleichen. Sorgen Sie währenddessen für Sauerstoff und nach dem Einsetzen für Ruhe. Ein frisch eingesetzter Kettenlippfisch kann längere Zeit im Sand verborgen bleiben; graben Sie ihn nicht aus.
Geschlechtsunterschiede
Weibliche Tiere sind stärker längsgestreift und zeigen Augenflecken an Rückenflosse und Schwanzstiel. Männchen entwickeln orangefarbene Fleckenreihen und einen grau wirkenden Kopf. Entwicklungsphase und Beleuchtung beeinflussen den Eindruck erheblich; das Geschlecht wird nicht zugesichert.
Zucht
Zur Fortpflanzung werden Eier im freien Wasser abgegeben. Das bedeutet noch keine erfolgreiche Aufzucht im Gesellschaftsaquarium. Für die empfindlichen Larven wären gesonderte Aufzuchtbedingungen und passendes lebendes Kleinstfutter nötig.
Endgröße und Lebenserwartung
Mit bis etwa 13 cm Gesamtlänge bleibt die Art mittelgroß, ist aber ein aktiver Suchschwimmer. Die Liefergröße darf daher nicht Grundlage einer zu kleinen Dauerunterbringung sein. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.