Kamm-Ruderfrosch aus deutscher Nachzucht, Polypedates otilophus
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Kamm-Ruderfrosch aus deutscher Nachzucht, Polypedates otilophus
| Deutscher Name: | Kamm-Ruderfrosch aus deutscher Nachzucht |
| Wissenschaftlich: | Polypedates otilophus |
| Synonyme: | Hornlappen-Ruderfrosch, Ohren-Ruderfrosch, Borneo-Ohrenfrosch |
| Herkunft: | Borneo: Brunei sowie die indonesischen und malaysischen Teile der Insel |
| Lebensweise: | Nachtaktiver, baumbewohnender Ruderfrosch; zur Fortpflanzung an stehendes Wasser gebunden |
| Haltungsform: | Einzeln, als Paar oder bei reichlich Platz in einer passend zusammengestellten kleinen Gruppe |
| Mindestgröße des Terrariums: | Hochterrarium ab etwa 60 × 45 × 90 cm für ein Paar; größer ist empfehlenswert |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Tagsüber etwa 23–26 °C, nachts 20–23 °C; hohe Luftfeuchte bei guter Belüftung |
| Beleuchtung: | Tageslicht mit schwacher UVB-Zone, deutlichem Gefälle und dicht beschatteten Rückzugsplätzen |
| Bodengrund: | Feuchtes, grabfähiges Waldsubstrat mit Laubauflage und Drainage gegen Staunässe |
| Futter: | Abwechslungsreiche lebende Wirbellose, gut angefüttert und passend mit Mineralstoffen ergänzt |
| Maximale Größe: | Männchen bis etwa 8 cm, Weibchen bis etwa 10 cm Kopf-Rumpf-Länge |
Lebensraum und Verhalten von Kamm-Ruderfrosch aus deutscher Nachzucht (Polypedates otilophus)
Der Kamm-Ruderfrosch stammt nach heutiger taxonomischer Auffassung ausschließlich von Borneo. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Teile Bruneis, des indonesischen Kalimantan sowie der malaysischen Bundesstaaten Sabah und Sarawak. Ältere Angaben führen die Art zusätzlich für Sumatra und Java auf; die dortigen Populationen werden inzwischen jedoch Polypedates pseudotilophus zugeordnet. Auf Borneo bewohnt Polypedates otilophus feuchte Primär- und Sekundärwälder, kommt aber auch in gestörten Waldlandschaften und teilweise in bewirtschafteten Pflanzungen vor. Die meisten Beobachtungen stammen aus warmen Tieflandgebieten. Je nach Untersuchung reichen Höhenangaben jedoch bis etwa 1.100 oder sogar 1.500 Meter, weshalb für die Obergrenze keine einheitliche Angabe vorliegt. Die Tiere leben überwiegend in der Vegetation und sitzen besonders nachts auf Ästen, Stämmen oder großen Blättern. Während der Fortpflanzungszeit suchen sie stehende, häufig trübe Waldtümpel, wassergefüllte Bodenmulden und ähnliche Kleingewässer auf. Dort halten sich die erwachsenen Frösche meist ein bis mehrere Meter über dem Boden auf und befestigen ihre Schaumnester über der Wasserfläche. Diese Verbindung aus kletterreicher Vegetation, feuchtwarmem Waldklima und zugänglichem Wasser sollte auch die Haltung prägen.
Die richtige Haltung
Polypedates otilophus benötigt ein hohes, ausbruchsicheres Regenwaldterrarium mit wirksamer Quer- oder Kaminlüftung. Für ein Paar ist eine Grundfläche von etwa 60 × 45 cm bei mindestens 90 cm Höhe ein sinnvoller Ausgangspunkt; größere Anlagen erleichtern die Einrichtung stabiler Klimazonen. Kräftige waagerechte und schräge Äste, Korkröhren, erhöhte Ruheplätze sowie dichtes Blattwerk müssen das Gewicht ausgewachsener Weibchen sicher tragen. Ein jederzeit zugänglicher Wasserbereich gehört zur Grundausstattung. Außerhalb gezielter Zuchtvorhaben genügt ein leicht zu reinigendes Becken, in dem die Tiere bequem sitzen und wieder herausklettern können. Das Wasser muss frei von Chlor und problematischen Rückständen sein und regelmäßig erneuert werden. Einrichtung und Scheiben sollten ohne aggressive Haushaltsreiniger gepflegt werden. Vergesellschaftungen mit anderen Amphibien- oder Reptilienarten sind wegen unterschiedlicher Ansprüche, Stress und möglicher Erregerübertragung nicht zu empfehlen.
Die richtige Bepflanzung
Eine dichte, belastbare Bepflanzung schafft Sichtschutz, erhöhte Ruheplätze und ein ausgeglicheneres Mikroklima. Geeignet sind robuste, großblättrige Terrarienpflanzen, ergänzt durch fest verankerte Äste und Korkelemente. Über dem Wasserbereich sollten Blätter oder Zweige als mögliche Sitz- und Schaumnestplätze erreichbar sein. Pflanzen müssen frei von Pflanzenschutzmitteln und Blattglanzpräparaten sein. Eine Drainageschicht unter dem Waldsubstrat verhindert, dass der Boden trotz regelmäßiger Beregnung dauerhaft vernässt. Falllaub bietet zusätzliche Deckung und unterstützt in bioaktiv eingerichteten Terrarien die Bodenfauna. Alle schweren Pflanzgefäße und Kletterelemente sind so zu sichern, dass sie beim Springen oder Klettern nicht kippen können.
Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte
Bewährt haben sich Umgebungstemperaturen von ungefähr 23–26 °C am Tag und 20–23 °C in der Nacht. Ein begrenzter, gut kontrollierter Bereich darf bis etwa 28 °C erreichen, während das gesamte Terrarium nicht gleichmäßig aufgeheizt werden sollte. Eine relative Luftfeuchte von etwa 70–90 % passt zum feuchten Waldlebensraum, sofern kräftiger Luftaustausch und leichte Abtrocknungsphasen Schimmel sowie stehender Nässe entgegenwirken. Eine sanfte Beregnung am Abend unterstützt den natürlichen Aktivitätsbeginn. Für den Tag-Nacht-Rhythmus eignet sich eine Beleuchtungsdauer von ungefähr zwölf Stunden. Trotz der überwiegend nächtlichen Lebensweise sollte eine schwache UVB-Versorgung angeboten werden. Entscheidend sind ein messbares Gefälle, genügend Abstand zur Lampe und vollständig beschattete Rückzugsplätze. UVB-Strahlung, Wärme und Supplementierung müssen gemeinsam geplant werden, damit weder Unterversorgung noch eine übermäßige Vitamin-D3-Zufuhr entsteht.
Fütterung
Der Kamm-Ruderfrosch frisst lebende Wirbellose. Abwechslung bieten unter anderem Grillen, Heimchen, geeignete Schaben, kleinere Heuschrecken und andere weichhäutige Futterinsekten passender Größe. Die Beutetiere sollten hochwertig angefüttert und nicht breiter als der Abstand zwischen den Augen des Frosches sein. Gefüttert wird vorzugsweise am Abend, wenn die Tiere aktiv werden. Heranwachsende Frösche benötigen kleinere Mahlzeiten in kürzeren Abständen, adulte Tiere werden gewöhnlich zwei- bis dreimal pro Woche ihrem Ernährungszustand entsprechend versorgt. Ein amphibiengeeignetes Calcium- und Mineralstoffpräparat gehört zur Fütterungsroutine; ein Vitaminpräparat wird in größeren Abständen nach Herstellerangabe eingesetzt. Bei vorhandener UVB-Beleuchtung ist die zusätzliche Vitamin-D3-Menge entsprechend vorsichtig abzustimmen. Nicht gefressene Futtertiere sollten entfernt werden, bevor sie Frösche oder Pflanzen stören.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen werden deutlich kräftiger und erreichen etwa 8,2–10 cm Kopf-Rumpf-Länge. Männchen bleiben mit ungefähr 6,4–8 cm meist kleiner und schlanker. Geschlechtsreife Männchen fallen außerdem durch ihre nächtlichen Rufe auf. Weibchen können während der Fortpflanzungszeit einen besonders fülligen Körper zeigen. Bei noch nicht ausgewachsenen Tieren ist eine sichere Geschlechtsbestimmung anhand der Größe allein nicht möglich.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Polypedates otilophus ist ein Schaumnestbauer. Das Paar bildet einen Achselamplexus und legt ein Schaumnest an Blättern, Ästen, Stämmen oder geeigneten Terrarienflächen über ruhigem Wasser an. Dokumentierte Gelege enthielten ungefähr 40–120 Eier. Die Larven schlüpfen nach etwa zehn Tagen und fallen aus dem Nest in das darunterliegende Gewässer. Für eine geplante Nachzucht ist deshalb ein sicher aufgebautes Aquaterrarium mit überhängender Vegetation, sauberem Wasser und problemlos erreichbaren Ausstiegen erforderlich. Bei 22–26 °C wurde die Metamorphose nach etwa 74–84 Tagen beobachtet. Kaulquappen können sehr groß werden und benötigen ausreichend Wasservolumen, sanfte Filterung sowie regelmäßige Teilwasserwechsel. Frisch metamorphosierte Jungfrösche werden zunächst mit sehr kleinen, supplementierten Futtertieren versorgt. Eine Zucht sollte nur mit eindeutig bestimmten, gesunden Tieren und unter konsequenter Hygiene erfolgen.
Endgröße und Lebenserwartung
Männchen erreichen gewöhnlich etwa 6,4–8 cm, Weibchen ungefähr 8,2–10 cm Kopf-Rumpf-Länge. Damit gehört die Art zu den größeren baumbewohnenden Ruderfröschen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Nice-to-Know
Besonders auffällig sind der breite, dreieckige Kopf, die gezackten knöchernen Leisten oberhalb der Ohren und die kontrastreich schwarz-weiß gezeichneten Hinterseiten der Oberschenkel. Lange Gliedmaßen und breite Haftscheiben machen die Art zu einem geschickten Kletterer. Tagsüber sitzt sie häufig gut verborgen im Blattwerk, während sie nach Einbruch der Dunkelheit deutlich aktiver wird. Bei der Kommunikation können neben Rufen auch auffällige Zehenbewegungen beobachtet werden. Gestresste Tiere können einen ausgeprägten, als unangenehm beschriebenen Geruch abgeben.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Für Polypedates otilophus ist keine für Menschen gefährliche Giftwirkung verlässlich dokumentiert. Wie andere Amphibien besitzt die Art jedoch empfindliche, durchlässige Haut und kann bei Stress Hautsekrete sowie einen deutlichen Geruch abgeben. Direkter Kontakt sollte deshalb auf notwendige Pflegemaßnahmen beschränkt bleiben. Falls ein Umsetzen unvermeidbar ist, eignen sich angefeuchtete, puderfreie Einmalhandschuhe. Sekrete dürfen nicht an Augen, Mund oder offene Hautstellen gelangen; nach Arbeiten im Terrarium sind die Hände gründlich zu waschen. Gleichzeitig schützen diese Maßnahmen den Frosch vor Rückständen von Seife, Creme, Desinfektionsmitteln oder anderen Stoffen auf der menschlichen Haut.
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Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.