Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

INTERAQUARISTIK

Sortiment entdecken

Alle Kategorien

Blitzversand
Lebendgarantie
Top-Service
Riesige Auswahl

Griechische Gelbbauchunke, Bombina variegata scabra

Balkan-Unterart

Die Balkan-Unterart wird kühl und semiaquatisch gepflegt.

Wasser und Land

Flaches Wasser und sichere Ausstiege gehören zum Grundaufbau.

Kühle Haltung

Der passende Temperaturbereich liegt meist bei 18–24 °C.

Sehr langlebig

Dokumentiert sind in Menschenobhut bis zu 29 Lebensjahre.

Griechische Gelbbauchunke, Bombina variegata scabra


Auf einen Blick: Griechische Gelbbauchunke, Bombina variegata scabra
Deutscher Name:Griechische Gelbbauchunke
Wissenschaftlich:Bombina variegata scabra
Synonyme:Bergunke, Gebirgsunke
Herkunft:Südliche Balkanhalbinsel, vor allem Dinariden, Helleniden und Balkaniden
Lebensweise:Tag- und dämmerungsaktive, semiaquatische Unke für die innerartliche Gruppenhaltung
Haltungsform:Kühles Paludarium mit flachem Wasserteil, gut erreichbaren Landzonen und sicherer Abdeckung
Mindestgröße des Terrariums:Ab 80 × 40 × 40 cm für eine kleine Gruppe von 3–4 Tieren, größer ist vorteilhaft
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Meist 18–24 °C, nachts etwas kühler; anhaltende Temperaturen über 27 °C vermeiden
Beleuchtung:Heller Tag-Nacht-Rhythmus mit schwacher UVB-Versorgung, Schattenplätzen und 10–12 Stunden Licht
Bodengrund:Feuchte Erde-Laub-Mischung, Moos und glatte Steine; Wasserteil mit Sand oder abgerundeter Einrichtung
Futter:Abwechslungsreiche lebende Wirbellose mit angepasster Calcium- und Vitaminversorgung
Maximale Größe:Etwa 4–5 cm Kopf-Rumpf-Länge
Im Detail: Griechische Gelbbauchunke, Bombina variegata scabra

Lebensraum und Verhalten von Griechische Gelbbauchunke (Bombina variegata scabra)

Die unter dem Namen Bombina variegata scabra geführte Griechische Gelbbauchunke gehört zur südosteuropäischen Linie der Gelbbauchunke. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt auf der Balkanhalbinsel und umfasst nach aktueller taxonomischer Einordnung insbesondere Teile der Dinariden, Helleniden und Balkaniden. Dort lebt sie in hügeligen bis bergigen Landschaften, lichten Wäldern, Feuchtwiesen, Bachauen und strukturreichen Kulturlandschaften. Als Aufenthalts- und Fortpflanzungsgewässer dienen häufig flache, sonnige und zeitweise austrocknende Kleingewässer: Regenpfützen, Quelltümpel, wassergefüllte Fahrspuren, Gräben oder ruhige Randbereiche kleiner Bäche. Solche Gewässer erwärmen sich rasch, enthalten aber meist nur wenige Fressfeinde für Eier und Kaulquappen. Außerhalb des Wassers suchen die Unken unter Steinen, Totholz, Laub und in feuchten Bodenspalten Schutz. Eine moderne Revision bestätigt scabra als Balkan-Unterart, grenzt jedoch Populationen aus dem Rhodopenraum als eigene Unterart ab. Deshalb lässt sich die genaue Zuordnung eines Handelstieres nur bei dokumentierter Herkunft zuverlässig beurteilen. Für die Haltung sollten ausschließlich legale Nachzuchten mit nachvollziehbarem Herkunftsnachweis erworben werden; Naturentnahmen sind weder fachlich noch rechtlich vertretbar.

Die richtige Haltung

Ein niedriges, gut belüftetes Paludarium entspricht der semiaquatischen Lebensweise besser als ein hohes Terrarium. Für eine kleine Gruppe sollte die Grundfläche mindestens etwa 80 × 40 cm betragen. Wasser- und Landteil dürfen ungefähr gleich groß sein; wichtiger als ein starres Verhältnis sind zahlreiche flache Übergänge. Eine Wassertiefe von etwa 5–15 cm genügt, sofern Kork, Wurzeln oder flach ansteigende Steine jederzeit einen mühelosen Ausstieg ermöglichen. Das Wasser muss schadstofffrei, chlorarm und hygienisch stabil sein. Ein sanfter Filter oder häufige Teilwasserwechsel verhindern die Anreicherung von Ausscheidungen; starke Strömung ist ungeeignet. Ammonium und Nitrit sollten nicht nachweisbar sein. Der Landteil benötigt feuchte, aber nicht dauerhaft vernässte Verstecke aus Laub, Kork und Totholz sowie etwas trockenere Ruheplätze. Die Abdeckung muss ausbruchssicher sein, denn Unken nutzen kleinste Spalten. Eine Vergesellschaftung mit Fischen, Molchen, Fröschen oder anderen Bombina-Arten ist wegen unterschiedlicher Ansprüche, Hautsekrete, Krankheitsübertragung und möglicher Hybridisierung nicht zu empfehlen.

Die richtige Bepflanzung

Eine lockere Bepflanzung schafft Deckung, ohne die benötigten offenen Wasser- und Landflächen zu überwuchern. Im Wasser eignen sich robuste Pflanzen mit erreichbaren Blättern und Wurzeln, an denen die Tiere ruhen und bei der Fortpflanzung Eier befestigen können. Auf dem Land bewähren sich feuchtigkeitsverträgliche, ungiftige Pflanzen sowie lebende Moose, sofern zugleich eine gute Luftbewegung erhalten bleibt. Pflanzen dürfen nicht mit Pflanzenschutzmitteln oder Blattglanzmitteln behandelt sein. Glatte Wurzeln, flache Korkstücke und abgerundete Steine ergänzen die Bepflanzung und schaffen sichere Ausstiege. Scharfkantiger Kies, Drahtgitter im Aufenthaltsbereich und leicht verschluckbare Dekoration gehören nicht in das Paludarium. Abgestorbenes Pflanzenmaterial sollte regelmäßig entfernt werden, bevor es Wasser und Bodengrund übermäßig belastet.

Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte

Griechische Gelbbauchunken werden deutlich kühler gehalten als tropische Amphibien. Während der Aktivitätszeit sind Luft- und Wassertemperaturen von ungefähr 18–24 °C passend; eine leichte nächtliche Abkühlung kommt dem natürlichen Rhythmus entgegen. Dauerhafte Werte über 27 °C können zu Hitzestress führen und müssen vermieden werden. Eine zusätzliche Heizung ist in normal temperierten Wohnräumen häufig nicht erforderlich. Der Landteil bleibt stellenweise feucht, darf aber dank guter Belüftung nicht muffig oder vollständig durchnässt sein. Für einen naturnahen Jahresrhythmus und insbesondere zur Zucht wird eine schrittweise eingeleitete, mehrwöchige Winterruhe im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Temperaturbereich genutzt. Sie gehört nur in erfahrene Hände und darf ausschließlich mit gesunden, gut genährten Tieren kontrolliert durchgeführt werden. Eine helle Tagesbeleuchtung für 10–12 Stunden sowie schwaches UVB-Licht sind sinnvoll. UVB muss durch Schattenplätze ergänzt und in passendem Abstand installiert werden; Glas und viele Kunststoffe filtern die wirksame Strahlung.

Fütterung

Gefüttert werden abwechslungsreiche, passend kleine lebende Wirbellose. Geeignet sind unter anderem Heimchen, kleine Grillen, Schaben, Fliegen, Asseln, Springschwänze und weiche Regenwurmstücke. Sehr fettreiche Larven eignen sich nur als gelegentliche Ergänzung. Die Futtertiere sollten hochwertig ernährt und vor dem Verfüttern regelmäßig mit einem amphibiengeeigneten Calciumpräparat bestäubt werden. Ein geeignetes Multivitaminpräparat kommt sparsamer und nach Herstellerangabe zum Einsatz; eine Überdosierung ist ebenso zu vermeiden wie eine dauerhaft einseitige Fütterung. Jungtiere benötigen häufiger kleine Portionen, ausgewachsene Unken werden gewöhnlich zwei- bis dreimal wöchentlich gefüttert. Menge und Rhythmus richten sich nach Ernährungszustand, Temperatur und Aktivität. Nicht gefressene Futtertiere sollten entfernt werden. Futterfische und wild gefangene Insekten aus belasteten Flächen sind wegen Verletzungs-, Parasiten- und Schadstoffrisiken ungeeignet.

Geschlechtsunterschiede

Ausgewachsene Weibchen werden im Mittel etwas größer und wirken während der Fortpflanzungszeit fülliger. Männchen entwickeln dunkle Paarungsschwielen an den inneren Fingern und Teilen der Unterarme; ihre Vorderbeine erscheinen häufig kräftiger. In Fortpflanzungsstimmung rufen sie mit einer vergleichsweise leisen, melodischen Lautfolge und umklammern das Weibchen in der Lendengegend. Außerhalb der Paarungszeit oder bei noch nicht geschlechtsreifen Tieren ist die Geschlechtsbestimmung deutlich unsicherer und sollte nicht allein anhand der Körperform erfolgen.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

Die Fortpflanzungsbereitschaft wird durch einen ausgeprägten Jahresrhythmus mit kontrollierter Winterruhe sowie anschließend steigenden Temperaturen, längeren Lichtphasen und frischem Wasser gefördert. Die Weibchen verteilen ihre Eier in mehreren kleinen Gruppen an Pflanzen, Wurzeln oder anderen Strukturen im flachen Wasser. Für Bombina variegata sind kleine Eipakete typisch; der Nachwuchs entwickelt sich damit in wechselhaften, zeitweiligen Gewässern. Eier und Larven werden zweckmäßig in einem separaten, eingefahrenen Aufzuchtbecken mit sauberem, strömungsarmem Wasser gepflegt, da erwachsene Tiere und andere Beckenbewohner Eier oder Kaulquappen fressen können. Die Larvalentwicklung dauert temperaturabhängig meist mehrere Wochen. Kurz vor der Metamorphose sind sehr flache Wasserstände und zahlreiche leicht erreichbare Landplätze lebenswichtig. Frisch metamorphosierte Jungtiere benötigen winzige Futtertiere und eine sorgfältige Mineralstoffversorgung. Verschiedene Bombina-Arten, Unterarten oder Herkunftslinien sollten nicht miteinander verpaart werden, damit keine Hybriden entstehen und nachvollziehbare Zuchtlinien erhalten bleiben.

Endgröße und Lebenserwartung

Ausgewachsene Griechische Gelbbauchunken erreichen gewöhnlich etwa 4–5 cm Kopf-Rumpf-Länge; Weibchen können etwas kräftiger wirken. Die Art ist ausgesprochen langlebig: In untersuchten Freilandpopulationen wurden je nach Standort maximale Lebensspannen von etwa 5 bis 23 Jahren festgestellt. Für Tiere in menschlicher Obhut sind dokumentierte Höchstalter von ungefähr 27 bis 29 Jahren bekannt. Solche Maximalwerte sind keine Garantie; die tatsächlich erreichbare Lebenserwartung hängt wesentlich von Wasserqualität, Temperaturführung, Ernährung, Jahresrhythmus und Gesundheitsvorsorge ab.

Nice-to-Know

Die gelb-dunkle Bauchzeichnung ist bei jedem Tier anders und kann ähnlich einem Fingerabdruck zur Wiedererkennung dienen. Bei Gefahr zeigt die Unke den sogenannten Unkenreflex: Sie biegt den Rücken durch und hebt die Gliedmaßen an, sodass Teile der auffälligen Warnfärbung sichtbar werden. Auch die herzförmigen Pupillen sind ein typisches Merkmal der Gattung. Trotz ihrer häufig gut sichtbaren Aktivität ist sie kein Tier zum Anfassen, sondern ein faszinierender Beobachtungspflegling für ein naturnah gestaltetes Paludarium.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Die Haut gibt bei Stress ein milchiges, bitteres Sekret ab, das Schleimhäute, Augen und kleine Hautverletzungen deutlich reizen kann. Die Unke sollte daher nur angefasst werden, wenn es für Pflege oder Gesundheit unbedingt nötig ist. Dabei eignen sich angefeuchtete, puderfreie Handschuhe; trockene Hände können zusätzlich die empfindliche Amphibienhaut schädigen. Nach jedem Kontakt sind Hände und verwendete Geräte gründlich zu reinigen. Augen, Mund und Lebensmittel dürfen während der Pflege nicht berührt werden. Kinder und Haustiere sollten keinen direkten Kontakt zu den Tieren oder zum Paludarienwasser haben. Wegen der Hautsekrete ist eine Vergesellschaftung mit anderen Tierarten zu vermeiden.

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Fragen zum Artikel

Noch keine Fragen vorhanden.

Eigene Frage stellen

Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.

−25 %
5x Goldfisch im Mix , Carassius auratus (Kaltwasser)

29,99 €* 39,99 €* (25.01% gespart)
9 Bonuspunkte sichern
1

Durchschnittliche Bewertung von 4.9 von 5 Sternen

Amanogarnele , Caridina multidentata

Ab 1,59 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aulonocara spec. Dragon Blood albino , DNZ

18,99 €*
6 Bonuspunkte sichern
1

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bitterlingsbarbe , Rohanella titteya , ehem. Puntius titteya ehem. Puntius titteya

Ab 3,59 €*
1 Bonuspunkte sichern
3
−27 %
Tipp

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erbsenkugelfisch , Carinotetraodon travancoricus (Minifisch)

5,49 €* 7,49 €* (26.7% gespart)
2 Bonuspunkte sichern
3
−10 %

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelbsaum-Prachtharnischwels , L81 , Baryancistrus spec., 6-8 cm Baryancistrus spec., 6-8 cm

62,99 €* 69,99 €* (10% gespart)
19 Bonuspunkte sichern
1

Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

Jetzt anmelden und 3 € sparen

Neue Tiere, frische Lieferungen und exklusive Angebote direkt in Ihr Postfach – als Dankeschön gibt es einen 3 €-Gutschein ab 30 € Einkaufswert.

Abmeldung jederzeit mit einem Klick. Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.