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Fünflinien-Kardinalbarsch, Cheilodipterus quinquelineatus

Fünf dunkle Linien

Schmale Längsstreifen prägen den hellen Körper.

Nächtlicher Jäger

In der Dämmerung nimmt er Mysis und kleine Krebstiere.

Riffspalten als Schutz

Höhlen und Überhänge bieten tagsüber Sicherheit.

Maulbrütende Art

Die Fortpflanzung mit Maulbrut ist dokumentiert.

Fünflinien-Kardinalbarsch, Cheilodipterus quinquelineatus


Auf einen Blick: Fünflinien-Kardinalbarsch, Cheilodipterus quinquelineatus
Deutscher Name:Fünflinien-Kardinalbarsch
Wissenschaftlich:Cheilodipterus quinquelineatus
Synonyme:keine gebräuchlichen Synonyme bekannt
Herkunft:Indopazifik vom Roten Meer bis Pitcairn
Riffaquarium-tauglich:Korallen geeignet; kleine Krebstiere und Fische gefährdet
Verträglichkeit:Einzeln oder in Gruppen; tagsüber geschützte Plätze
Wasserwerte:Dichte 1,023–1,026; pH 8,1–8,4; KH 7–12 °dKH
Temperatur:24–27 °C
Beckengröße:Ab etwa 250 l mit Höhlen und Überhängen
Futter:Kleine Krebstiere, Mysis, Artemia und geeignetes Frostfutter
Schwierigkeitsgrad:Mittlere Ansprüche; kleine Wirbellose nicht vergesellschaften
Geschlechts-Unterschiede:Von außen nicht sicher unterscheidbar
Zucht möglich:Maulbrüter; Aufzucht in Gefangenschaft belegt
Maximale Größe:Bis 13 cm Gesamtlänge
Liefergröße:ca. 3,0-4,0 cm
Im Detail: Fünflinien-Kardinalbarsch, Cheilodipterus quinquelineatus

Herkunft von Fünflinien-Kardinalbarsch (Cheilodipterus quinquelineatus)

Der Fünflinien-Kardinalbarsch ist in tropischen Riffen des Indopazifiks weit verbreitet. Sein Gebiet reicht vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste über den Indischen Ozean bis weit in den Pazifik zur Pitcairn-Gruppe. Nach Norden kommt er bis Südjapan, nach Süden unter anderem bei Lord Howe und Rapa vor. Er lebt an Riffplatten, in Lagunen und an Außenriffen. Tagsüber hält er sich oft in dunklen Felsspalten, unter Überhängen, zwischen verzweigten Korallen oder sogar nahe den Stacheln von Diadem-Seeigeln verborgen. Nachts wird er aktiver und sucht kleine Krebstiere, Schnecken und kleine Fische. Einzeltiere und unterschiedlich große Gruppen werden beobachtet. Der längliche, helle Körper trägt fünf schmale dunkle Längsstreifen; am Ansatz der Schwanzflosse zeigt sich Gelb und ein dunkler Fleck. Große Zähne im Kiefer erinnern daran, dass dieser Kardinalbarsch ein Räuber kleiner Tiere ist. Er kann bis zu dreizehn Zentimeter Gesamtlänge erreichen. Ein Aquarium sollte ruhige, schattige Rückzugsorte und eine freie Zone für die nächtliche Futtersuche verbinden. Winzige Garnelen oder Jungfische passen nicht zu diesem Beutespektrum.

Eignung für das Riffaquarium

Korallen selbst werden nicht als Nahrung genutzt und können als Deckung dienen. Sehr kleine Garnelen, andere Krebstiere, Schnecken und Jungfische können jedoch gefressen werden. Die Riffverträglichkeit gilt daher nur mit einer passenden Auswahl von Wirbellosen und Fischen.

Vergesellschaftung und Verhalten

Die Art wird einzeln und in Gruppen gefunden. In einem geräumigen, strukturreichen Aquarium können mehrere Tiere Schutz zwischen Höhlen und Überhängen suchen. Sehr kleine oder schläfrige Beutefische sind keine geeigneten Mitbewohner. Tagsüber eher zurückhaltend, nachts deutlich aktiver.

Wasserwerte und Temperatur

Dichte etwa 1,023–1,026, pH 8,1–8,4, KH ungefähr 7–12 °dKH und 24–27 °C konstant halten. Gute Wasserqualität und ruhige Bereiche neben moderater Strömung sind für ein Riffbecken sinnvoll.

Aquarium und Einrichtung

Für die bis 13 cm große Art etwa 250 Liter oder mehr mit zahlreichen Spalten, Höhlen und überhängenden Steinen einplanen. Bei einer Gruppe muss jedes Tier mehrere Ausweichmöglichkeiten haben. Die Einrichtung soll zugleich genügend offenen Raum für Fütterung bieten.

Futter und Futterumstellung

Kleine fleischliche Nahrung wie Mysis, Artemia und passende Frostfutterstücke anbieten. Da die Art nachts jagt, Fütterung und Annahme zur passenden Tageszeit beobachten. Trockenfutter kann nach behutsamer Gewöhnung ergänzen; es ersetzt eine abwechslungsreiche Kost nicht.

Eingewöhnung

Temperatur und Salzgehalt nach dem Transport langsam angleichen, etwa mit der Tropfmethode. Den Fisch in ein eingefahrenes Becken mit schattigen Verstecken setzen. Bei der Futterumstellung Frostfutter nahe dem Rückzugsplatz anbieten und prüfen, ob es aufgenommen wird.

Geschlechtsunterschiede

Eine sichere Geschlechtsbestimmung einzelner Tiere anhand der Zeichnung ist nicht belegt. Paarverhalten kann erst am lebenden Tier beobachtet werden.

Zucht

Kardinalbarsche dieser Art betreiben Maulbrut; eine Aufzucht in Gefangenschaft ist dokumentiert. Das konkrete EFS-Angebot ist jedoch nicht als Nachzucht ausgewiesen.

Endgröße und Lebenserwartung

Bis 13 cm Gesamtlänge werden angegeben. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor. Auch bei kleiner Liefergröße können später sehr kleine Beutetiere gefressen werden.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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