Einfleck-Tanganjikasee-Buntbarsch, Lepidiolamprologus attenuatus
24,99 €*
7 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,70 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Einfleck-Tanganjikasee-Buntbarsch, Lepidiolamprologus attenuatus
| Deutscher Name: | Einfleck-Tanganjikasee-Buntbarsch |
| Wissenschaftlich: | Lepidiolamprologus attenuatus |
| Synonyme: | Einfleck-Buntbarsch |
| Herkunft: | Tanganjikasee in Ostafrika |
| Gesellschafts-Aquarium: | Am besten als harmonierendes Paar; ausgeprägt territorial |
| Wasserwerte: | pH 7,4–8,5; 7–30 °dGH, hart und alkalisch |
| Temperatur: | 23–27 °C, ideal etwa 24–26 °C |
| Beckengröße: | Ab ca. 300 Litern für ein Paar; größer bei Vergesellschaftung |
| Bepflanzung: | Nicht erforderlich; Felsaufbauten und freie Sandflächen sind wichtiger |
| Futter: | Fleischliche Kost, Frostfutter und hochwertiges Raubfischfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen meist größer; farblich kaum sicher unterscheidbar |
| Zucht möglich: | Substratbrüter mit gemeinsamer Bewachung von Gelege und Jungfischen |
| Maximale Größe: | Etwa 12–15 cm; Weibchen meist kleiner |
| Liefergröße: | ca. 4,5-5,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht geeignet; adulte Garnelen und Nachwuchs sind gefährdet |
Herkunft von Einfleck-Tanganjikasee-Buntbarsch (Lepidiolamprologus attenuatus)
Der Einfleck-Tanganjikasee-Buntbarsch stammt ausschließlich aus dem ostafrikanischen Tanganjikasee und gehört damit zu dessen endemischer Fischfauna. Nachweise liegen vor allem aus dem südlichen Teil des langgestreckten Sees vor. Dort bewohnt die Art überwiegend flache Übergangszonen, in denen offene Sandflächen mit einzelnen Felsen, Geröllfeldern und geschützten Spalten zusammentreffen. Sie wurde jedoch auch in Tiefen bis ungefähr 25 Meter beobachtet. Anders als eng an Felshöhlen gebundene Buntbarsche hält sich dieser schlanke Jäger häufig etwas über dem Boden auf und nutzt die freie Wasserzone zur Beobachtung möglicher Beute. Sand spielt zugleich bei der Reviergestaltung eine wichtige Rolle: Die Fische können auffällige Mulden oder kraterartige Bereiche ausheben und geschützte Hartsubstrate als Laichplatz einbeziehen. Im natürlichen Lebensraum stehen kleine Fische und wirbellose Tiere auf dem Speiseplan. Das Aquarium sollte diese offene Fels-Sand-Landschaft nachbilden, ohne die gesamte Grundfläche mit Dekoration zuzustellen. Entscheidend sind grabfähiger Sand, sicher aufgebaute Steine, Sichtbarrieren und genügend freier Schwimmraum. Wurzeln und große Mengen organischen Materials passen weder zur natürlichen Umgebung noch zum gewünschten harten, alkalischen Milieu.
Vergesellschaftung
Diese Art ist kein friedlicher Gesellschaftsfisch. Außerhalb der Fortpflanzungszeit können die Tiere vergleichsweise zurückhaltend wirken, doch ein eingespieltes Paar beansprucht besonders während der Brutpflege ein großes Revier. Für die dauerhafte Haltung empfiehlt sich daher ein harmonierendes Paar in einem passend strukturierten Aquarium. Eine Gruppe halbwüchsiger Tiere kann zur Paarfindung dienen, benötigt aber sehr viel Platz, zahlreiche Sichtbarrieren und eine sofort verfügbare Möglichkeit zum Umsetzen unterlegener Fische. Kleine Mitbewohner werden als Nahrung betrachtet. Für eine Vergesellschaftung kommen allenfalls robuste, ausreichend große Tanganjikasee-Cichliden infrage, die andere Beckenbereiche nutzen. Von weiteren Lepidiolamprologus-Arten ist wegen Konkurrenz, Aggression und möglicher Kreuzungen abzuraten.
Passende Wasserparameter
Als Bewohner des Tanganjikasees benötigt der Einfleck-Tanganjikasee-Buntbarsch mineralreiches, alkalisches Wasser. Geeignet sind ungefähr pH 7,4 bis 8,5 und eine Gesamthärte von etwa 7 bis 30 °dGH. Wichtiger als das Ausreizen dieser Spanne sind gleichbleibende Werte, eine niedrige organische Belastung und eine zuverlässige Filterung. Regelmäßige Teilwasserwechsel halten Nitrat und gelöste Abfallstoffe in Grenzen. Starke Schwankungen des pH-Wertes oder der Karbonathärte sollten vermieden werden. Bei weichem Ausgangswasser muss die Mineralisierung kontrolliert angepasst und anschließend regelmäßig überprüft werden. Eine gute Sauerstoffversorgung und leichte bis kräftige Wasserbewegung kommen der Art entgegen.
Haltungstemperatur
Ein Temperaturbereich von 23 bis 27 °C ist geeignet, wobei sich für die normale Pflege etwa 24 bis 26 °C anbietet. Dauerhaft sehr hohe Temperaturen erhöhen den Sauerstoffbedarf und können die innerartliche Unruhe verstärken. Eine kräftige Oberflächenbewegung unterstützt den Gasaustausch. Beim Wasserwechsel sollte Frischwasser hinsichtlich Temperatur und Mineralgehalt möglichst gut an das Aquarium angepasst werden.
Beckengröße
Für ein harmonierendes Paar sollte ein Aquarium ab etwa 300 Litern mit mindestens rund 120 cm Kantenlänge eingeplant werden. Großzügigere Becken sind deutlich vorteilhaft, weil die Art bis etwa 15 cm erreicht, freien Schwimmraum benötigt und zur Brutzeit ein ausgedehntes Revier verteidigt. Für eine Vergesellschaftung sind eher 500 Liter sowie 150 bis 160 cm Beckenlänge angemessen. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand bestehen. Felsen werden standsicher direkt auf dem Beckenboden platziert und erst danach mit Sand umgeben, da die Fische intensiv graben können. Höhlen, Spalten und unterbrochene Sichtachsen geben einem bedrängten Tier Ausweichmöglichkeiten. Gleichzeitig muss ein größerer offener Sandbereich erhalten bleiben.
Bepflanzung
Eine Bepflanzung ist für diese Art weder notwendig noch prägend für eine naturnahe Einrichtung. Im Mittelpunkt stehen Sandflächen, Felsgruppen, Spalten und ausreichend freier Schwimmraum. Wer dennoch Pflanzen einsetzen möchte, kann robuste Aufsitzerpflanzen an einzelnen Steinen befestigen. Sie sollten hartes, alkalisches Wasser vertragen und so angebracht sein, dass sie beim Graben nicht gelöst werden. Empfindliche Bodendecker und frisch gesetzte Stängelpflanzen sind ungeeignet, da der Bodengrund regelmäßig umgestaltet werden kann.
Futter
Lepidiolamprologus attenuatus ist ein spezialisierter Fleischfresser, der in der Natur kleine Fische und wirbellose Tiere erbeutet. Im Aquarium eignen sich abwechslungsreiche Frostfuttersorten wie Mysis, Krill und größere Artemia sowie passende Garnelen- oder Muschelstücke. Viele eingewöhnte Tiere akzeptieren zudem hochwertige, proteinreiche Granulate oder Pellets für carnivore Cichliden. Mehrere angemessene Portionen sind günstiger als seltene, sehr große Fütterungen. Lebende Futterfische sind weder erforderlich noch empfehlenswert, da sie Krankheiten einschleppen und bei ungeeigneter Auswahl eine unausgewogene Ernährung fördern können. Fleisch von Säugetieren gehört ebenfalls nicht auf den Speiseplan.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter unterscheiden sich äußerlich nur wenig. Ausgewachsene Männchen werden in der Regel größer und kräftiger und können etwa 14 bis 15 cm Gesamtlänge erreichen. Weibchen bleiben häufig bei ungefähr 10 bis 12 cm. Eine sichere Zuordnung allein anhand von Farbe oder Zeichnung ist nicht möglich. Bei Jungfischen in der angebotenen Größe von 4,5 bis 5 cm lässt sich das Geschlecht normalerweise noch nicht zuverlässig erkennen. Während der Fortpflanzungszeit können Verhalten und Genitalpapille zusätzliche Hinweise geben, sollten aber nicht als alleinige Garantie betrachtet werden.
Zucht
Der Einfleck-Tanganjikasee-Buntbarsch ist ein Substratbrüter und kein Maulbrüter. Ein harmonierendes Paar hebt im Sand häufig eine Mulde in der Nähe von Felsen aus. Die Eier werden an einem geschützten harten Untergrund abgelegt, beispielsweise an einer senkrechten Steinfläche, in einem Spalt oder außen an einem geeigneten Schneckengehäuse. Angaben zur Gelegegröße reichen ungefähr von 150 bis 300 Eiern. Beide Eltern beteiligen sich an der Verteidigung, wobei das Weibchen meist enger am Gelege bleibt und das Männchen das weitere Umfeld sichert. Nach dem Freischwimmen werden die Jungfische weiterhin energisch bewacht. Als Erstfutter eignen sich frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und feines, proteinreiches Aufzuchtfutter. Während dieser Phase steigt die Aggressivität gegenüber anderen Fischen deutlich an.
Endgröße
Ausgewachsene Tiere erreichen gewöhnlich etwa 12 bis 15 cm Gesamtlänge. Männchen schöpfen die obere Spanne häufiger aus, während Weibchen meist kleiner bleiben. Der langgestreckte Körper lässt die Art zunächst zierlicher erscheinen, als sie hinsichtlich Platzbedarf, Jagdverhalten und Reviergröße tatsächlich ist. Die angebotenen 4,5 bis 5 cm großen Tiere sind noch nicht ausgewachsen und benötigen von Anfang an ein Aquarium, das ihrer späteren Größe gerecht wird.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Für ein Garnelenaquarium ist diese räuberische Art nicht geeignet. Garnelennachwuchs wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gefressen, sobald er entdeckt wird. Auch adulte Zwerggarnelen und größere Garnelenarten bleiben aufgrund des großen Mauls und des ausgeprägten Jagdverhaltens gefährdet, besonders während der Häutung. Selbst wenn einzelne große Garnelen zeitweise unbehelligt bleiben, ist daraus keine dauerhafte Verträglichkeit abzuleiten. Eine gemeinsame Haltung sollte daher nicht eingeplant werden.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.