Blauer Hamletbarsch, Hypoplectrus gemma
208,99 €*
63 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 6,30 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Blauer Hamletbarsch, Hypoplectrus gemma
| Deutscher Name: | Blauer Hamletbarsch |
| Wissenschaftlich: | Hypoplectrus gemma |
| Synonyme: | Blue Hamlet, Blauer Hamlet |
| Herkunft: | Westlicher Atlantik, besonders Florida, Bahamas und Golf von Mexiko |
| Riffaquarium-tauglich: | Korallen geeignet; keine kleinen Fische oder Ziergarnelen |
| Verträglichkeit: | Revierbezogen, gegenüber zu großen Beutefischen meist ruhig |
| Wasserwerte: | 33–35 PSU; pH 8,1–8,4; KH 8–10 °dKH |
| Temperatur: | 23–26 °C |
| Beckengröße: | Ab 300 Litern für ein Tier empfohlen |
| Futter: | Mysis, Krillstücke und fein zerteilte marine Nahrung |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; Räuberbesatz sorgfältig planen |
| Geschlechts-Unterschiede: | Adulte Tiere sind simultane Zwitter |
| Zucht möglich: | Frei abgegebene Eier; spezialisierte Larvenaufzucht |
| Maximale Größe: | Etwa 12–13 cm |
| Liefergröße: | ca. 5,0-7,0 cm |
Herkunft von Blauer Hamletbarsch (Hypoplectrus gemma)
Der Blaue Hamletbarsch stammt aus dem westlichen Atlantik. Besonders bekannt ist er aus dem Bereich Floridas; weitere Nachweise liegen aus den Bahamas, dem Golf von Mexiko und Teilen der nördlichen Karibik vor. Er ist damit kein Bewohner der indopazifischen Korallenriffe, auch wenn ähnliche blaue Fische dort ebenfalls vorkommen. Seine natürlichen Aufenthaltsorte sind flache Fels- und Korallenriffe, in denen Deckung und offene Bereiche dicht nebeneinander liegen. Er nutzt die Nähe solcher Strukturen, während er nach kleinen Beutetieren sucht. Mit seinem weitgehend einheitlich schimmernden Blau unterscheidet er sich von gebänderten Hamletbarschen. Dunkle Säume am oberen und unteren Rand der Schwanzflosse können die Färbung zusätzlich betonen. Je nach Licht wirkt das Blau heller, dunkler oder leicht türkis, ohne dass dies für sich schon eine andere Art bedeutet. Im Aquarium sollte der Fisch nicht nur vor einer dekorativen Steinwand schwimmen müssen. Mehrere zugängliche Höhlen und Spalten mit offenen Wegen dazwischen bilden sein Bedürfnis nach Rückzug wesentlich besser ab und lassen eine ruhigere Beobachtung seines Verhaltens zu.
Eignung für das Riffaquarium
Korallen sind gewöhnlich sicher. Für Garnelen und kleine Fische gilt diese Verträglichkeit nicht: Sie passen in das natürliche Nahrungsspektrum. Auch bei anfangs unauffälliger Vergesellschaftung bleibt das Risiko mit wachsender Körpergröße bestehen.
Vergesellschaftung und Verhalten
Einzeln lässt sich die Art mit ausreichend großen, friedlichen Partnern meist gut einplanen. Höhlenbereiche können verteidigt werden. Weitere Hamletbarsche benötigen erheblich mehr Platz und Ausweichmöglichkeiten; vermeiden Sie ständigen Sichtkontakt ohne Rückzug sowie aggressive große Nachbarn.
Wasserwerte und Temperatur
Empfohlene Pflegeziele sind 23–26 °C, 33–35 PSU Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 8–10 °dKH. Wasser muss sauber und gut sauerstoffversorgt sein. Diese Zielwerte dienen einer stabilen Aquarienhaltung und sind keine harten artspezifischen Grenzwerte.
Aquarium und Einrichtung
Wir empfehlen für ein Tier ab etwa 300 Litern mit gut gegliedertem Riffaufbau. Für mehrere territoriale Fische oder ein Paar ist deutlich mehr Raum sinnvoll. Stellen Sie größere Steine sicher auf und achten Sie darauf, dass jede Höhle einen ausreichend großen Ausgang für das ausgewachsene Tier hat.
Futter und Futterumstellung
Die fleischliche Kost darf aus Mysis, kleinen Krillstücken, Muschel- und anderem fein geschnittenem marinem Futter bestehen. Bieten Sie kleine Portionen mit wechselnder Zusammensetzung. Geeignetes Granulat kann nach gesicherter Frostfutteraufnahme schrittweise getestet werden; eine Annahme ab dem ersten Tag ist nicht garantiert.
Eingewöhnung
Passen Sie Salzgehalt und Temperatur langsam an das Zielwasser an, beispielsweise mittels kontrollierter Tropfmethode. Danach unter ruhigen Lichtverhältnissen einsetzen. Eine geschlossene Abdeckung schützt bei Schreckreaktionen, und ein freier Unterschlupf hilft dem Tier, den neuen Bereich anzunehmen.
Geschlechtsunterschiede
Eine Trennung in dauerhaft männliche und weibliche Tiere beschreibt die Fortpflanzung adulter Hamletbarsche nicht richtig. Sie besitzen beide Geschlechtsfunktionen gleichzeitig. Äußere Farbmerkmale sind daher keine Grundlage für die Bestellung eines klassischen Männchen-Weibchen-Paares.
Zucht
Bei der Fortpflanzung können Partner die männliche und weibliche Rolle wechseln. Die Eier gelangen ins freie Wasser. Für die Aufzucht müssen die sehr kleinen Larven gesondert versorgt werden; eine geeignete Planktonkultur und Erfahrung mit mariner Larvenaufzucht sind nötig.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Endgröße liegt bei etwa 12–13 cm. Wählen Sie Mitbewohner nach der späteren Maul- und Körpergröße des Tieres. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.