Arabischer Putzer-Lippfisch, Labroides quadrilineatus
145,99 €*
44 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 4,40 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Arabischer Putzer-Lippfisch, Labroides quadrilineatus
| Deutscher Name: | Arabischer Putzer-Lippfisch |
| Wissenschaftlich: | Labroides quadrilineatus |
| Synonyme: | Rotmeer-Putzerlippfisch, Fourline Wrasse |
| Herkunft: | Rotes Meer und Golf von Aden |
| Riffaquarium-tauglich: | Ungeeignet; erwachsene Tiere fressen Korallenpolypen |
| Verträglichkeit: | Einzeln mit passenden friedlichen Fischen; kann Partner bedrängen |
| Wasserwerte: | 34–35 ‰, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 25–27 °C |
| Beckengröße: | Ab ca. 500 Litern; Volumen löst die Futterproblematik nicht |
| Futter: | Spezialisiert; Jungtiere putzen, Erwachsene fressen Korallenpolypen |
| Schwierigkeitsgrad: | Sehr anspruchsvoll; langfristige Ernährung problematisch |
| Geschlechts-Unterschiede: | Endphasenmännchen dunkler, helle Jugendstreifen treten zurück |
| Zucht möglich: | Eiablage im freien Wasser; keine übliche Nachzucht |
| Maximale Größe: | Bis ca. 11,5 cm |
| Liefergröße: | ca. 4,0-5,0 cm |
Herkunft von Arabischer Putzer-Lippfisch (Labroides quadrilineatus)
Der Arabische Putzer-Lippfisch ist auf das Rote Meer und den Golf von Aden begrenzt. In diesem vergleichsweise kleinen Verbreitungsgebiet bewohnt er Saumriffe mit dichten Korallenbeständen. Zwischen Korallenköpfen findet er Deckung und Nahrung. Seine Lebensweise verändert sich im Verlauf der Entwicklung: Junge Tiere können andere Fische putzen, erwachsene Exemplare ernähren sich vor allem von Korallenpolypen. Diese Veränderung ist für die Aquariumhaltung weit bedeutender als der vertraut klingende Handelsname. Ein kleiner Fisch mit auffälligen blauen Streifen bleibt deshalb nicht automatisch ein nützlicher Putzer für das Gesellschaftsaquarium. Je nach Entwicklungsphase wandelt sich auch seine Zeichnung. Junge und anfänglich geschlechtsreife Tiere zeigen zwei leuchtend blaue Längsbänder je Körperseite, ausgewachsene Männchen können deutlich dunkler wirken. Bei der Planung sind die späteren Ernährungsansprüche von Anfang an einzubeziehen. Viel Gestein und ein großes Becken schaffen zwar Rückzugsmöglichkeiten, garantieren aber keine dauerhafte Versorgung. Die Art eignet sich daher ausschließlich für sehr erfahrene Meerwasseraquarianer mit einem sorgfältig vorbereiteten Fütterungskonzept und engmaschiger Beobachtung.
Eignung für das Riffaquarium
Für ein Korallenriffaquarium ungeeignet. Vor allem Steinkorallenpolypen, aber auch andere empfindliche Wirbellose können geschädigt werden. Eine allgemein sichere Verträglichkeit mit Garnelen oder weiteren Wirbellosen lässt sich daraus ebenfalls nicht ableiten. Der juvenile Putzerstatus schützt Korallen später nicht.
Vergesellschaftung und Verhalten
Am besten als einzelnes Tier mit passenden, friedlichen Fischen planen. Wiederholte Putzversuche und Zupfen können Mitbewohner erheblich belästigen. Achten Sie auf Ausweichräume und anhaltendes Verfolgen; ein Bestand an anderen Fischen ist keine verlässliche Futterversorgung.
Wasserwerte und Temperatur
Stabile 25–27 °C, 34–35 ‰ Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 7–10 °dKH sind geeignete Pflegeziele. Gut sauerstoffreiches Wasser und sorgfältige Kontrolle der Nährstoffbelastung sind bei häufigem Füttern erforderlich.
Aquarium und Einrichtung
Planen Sie mindestens etwa 500 Liter mit reifen Felsstrukturen, Spalten und freien Schwimmwegen. Ein lückenloser Sprungschutz ist nötig. Auch ein großes, gut eingerichtetes Becken ersetzt keine nachweislich erfolgreiche, dauerhafte Futteraufnahme.
Futter und Futterumstellung
Die Futterumstellung ist der entscheidende Engpass. Kleine Mysis, angereicherte Artemia und andere marine Frostfuttertiere können mehrfach täglich versucht werden, werden aber nicht von jedem Exemplar angenommen. Auf Trockenfutter keinesfalls als sichere Basis vertrauen. Abmagerung trotz scheinbarem Picken früh erkennen.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt langsam angleichen, etwa mit einer überwachten Tropfmethode, und gute Sauerstoffversorgung erhalten. Nach dem Einsetzen Stress reduzieren. Kontrollieren Sie die tatsächliche Aufnahme der angebotenen Nahrung, statt Putzbewegungen mit ausreichender Ernährung gleichzusetzen.
Geschlechtsunterschiede
Junge Tiere und Tiere der Anfangsphase besitzen auffällige blaue Längsstreifen auf dunklem Grund. Endphasenmännchen werden weitgehend dunkelblau mit heller Gesichtszeichnung. Die kleine Liefergröße erlaubt keine zuverlässige Zusage eines bestimmten Geschlechts.
Zucht
Die Art bildet zur Fortpflanzung Paare und gibt Eier ins freie Wasser ab. Eine routinemäßige Aquariennachzucht ist nicht etabliert. Bereits die Versorgung der Elterntiere verlangt besondere Erfahrung; Larvenaufzucht setzt zusätzliche spezialisierte Bedingungen voraus.
Endgröße und Lebenserwartung
Erwachsene Tiere erreichen ungefähr 11,5 cm Gesamtlänge. Die geringe Endgröße darf die anspruchsvolle Ernährungsweise nicht verharmlosen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.