
Es gibt schöne Neuigkeiten aus Biedenkopf: Unsere neue Sendung aus den Vereinigten Staaten ist gut angekommen! Die Tiere werden jetzt in unserer Anlage eingewöhnt. Diesmal dürfen sich vor allem Terrarienfreunde freuen: Zwischen Laubfröschen, Geckos, Agamen und außergewöhnlichen Wirbellosen sind auch wasserliebende Schmuckschildkröten dabei.
Besonders reizvoll sind die unterschiedlichen Lebensweisen dieser Neuzugänge. Manche Tiere suchen Halt zwischen Zweigen und Blättern, andere graben sich in lockeren Boden ein oder wechseln zwischen Wasser und Sonnenplatz. Die Vereinigten Staaten sind dabei das Herkunftsland der Sendung, nicht zwangsläufig das natürliche Verbreitungsgebiet der einzelnen Arten. Für die Haltung zählt deshalb immer der passende Lebensraum – mit ausreichend Platz, geeigneter Einrichtung und einem auf die jeweilige Art abgestimmten Klima.
Vielleicht entdecken Sie unter den Neuankömmlingen genau die Art, mit der Sie sich schon länger beschäftigen. Nehmen Sie sich vor der Anschaffung Zeit für die Vorbereitung des passenden Terrariums oder Aquaterrariums; gerade große Schildkröten und anspruchsvolle Spezialisten brauchen langfristige Planung. Nach der Eingewöhnung erscheinen die Tiere nach und nach im Shop von Interaquaristik.de.
Die Sendung im Überblick
Herkunftsland: Vereinigte Staaten
| Art | Wissenschaftlicher Name | Anzahl |
|---|---|---|
| Indischer Ochsenfrosch (Chubby frog) | Kaloula pulchra | 6 |
| Vierstreifen-Ruderfrosch (Golden tree frog) | Rhacophorus leucomystax | 4 |
| Karolina-Laubfrosch (Green tree frog) | Hyla cinerea | 25 |
| Schwarznarbenkröte (House toad) | Bufo melanostictus | 6 |
| Aga-Kröte (Marine toad) | Bufo marinus | 6 |
| Calluella guttulata (Orange burrowing frog) | Calluella guttulata | 6 |
| Streifenköpfige Bartagame (Bearded dragon) | Pogona vitticeps | 8 |
| Grüne Nackenstachelagame (Mountain horned lizard) | Acanthosaura capra | 6 |
| Mauergecko (Crocodile gecko) | Tarentola mauritanica | 6 |
| Kuhls Faltengecko (Flying gecko) | Ptychozoon kuhli | 4 |
| Asiatischer Hausgecko (House gecko) | Hemidactylus frenatus | 12 |
| Grossmanns Gecko (Marble gecko) | Gekko grossmanni | 3 |
| Gelbkopfgecko (Yellow head gecko; 8 Männchen, 8 Weibchen) | Gonatodes albogularis | 16 |
| Smaragd-Stachelleguan (Emerald swift lizard; 6 Männchen, 6 Weibchen) | Sceloporus malachiticus | 12 |
| Sceloporus variabilis (Pink belly swift; 6 Männchen, 6 Weibchen) | Sceloporus variabilis | 12 |
| Grüne Peitschennatter (Green vine snake) | Ahaetulla nasuta | 2 |
| Hieroglyphen-Schmuckschildkröte (Eastern river cooter turtle; Unterart Pseudemys concinna concinna) | Pseudemys concinna | 6 |
| Florida-Rotbauch-Schmuckschildkröte (Red belly turtle) | Pseudemys nelsoni | 6 |
| Scolopendra subspinipes (Vietnamese giant centipede) | Scolopendra subspinipes | 12 |
| Anadenobolus monilicornis (FL yellow banded millipede) | Anadenobolus monilicornis | 50 |
| Chicobolus spinigerus (Florida ivory millipede) | Chicobolus spinigerus | 26 |
| Phrynus mexicanus (Giant Tailless Whip Scorpion) | Phrynus mexicanus | 20 |
Haltungstipps zu einzelnen Arten
Indischer Ochsenfrosch (Kaloula pulchra)
Der rundliche Indische Ochsenfrosch ist ein Bewohner des Bodens, nicht des Aquariums. Für ein erwachsenes Tier bietet ein Terrarium ab etwa 60 × 40 × 40 cm ausreichend Raum, wenn eine mindestens 10–15 cm tiefe, grabfähige Bodenschicht und mehrere Verstecke vorhanden sind. Bei ungefähr 24–28 °C sollte das Substrat stellenweise feucht bleiben, aber niemals vernässen. Eine flache Wasserschale mit leichtem Ausstieg gehört dazu. Gefüttert werden passend große Insekten, ergänzt durch geeignete Mineralstoff- und Vitaminpräparate; wegen seiner Neigung zur Gewichtszunahme sind maßvolle Portionen wichtig.
Am übersichtlichsten ist die Einzelhaltung; eine Vergesellschaftung mit anderen Arten empfiehlt sich nicht. Zur Fortpflanzung nutzt die Art in der Natur zeitweilige Gewässer nach kräftigen Regenfällen. Eine Nachzucht erfordert deshalb mehr Vorbereitung als lediglich eine größere Wasserschale.
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Karolina-Laubfrosch (Hyla cinerea)
Mit seinen Haftscheiben findet der Karolina-Laubfrosch selbst an glatten Blättern Halt. Für ein bis zwei erwachsene Tiere ist ein gut belüftetes Hochterrarium ab etwa 60 × 45 × 80 cm eine sinnvolle Orientierung. Äste, kräftige Pflanzen und geschützte Ruheplätze machen die Höhe nutzbar. Tagsüber passen etwa 22–27 °C, nachts darf es etwas kühler werden. Eine mäßig erhöhte Luftfeuchtigkeit mit zeitweisem Anstieg nach dem Sprühen ist besser als dauerhaft nasse, stehende Luft. Eine flache Schale mit sauberem, geeignet aufbereitetem Wasser sowie kleine, abwechslungsreiche Futterinsekten gehören zur Versorgung.
Eine kleine Gruppe ähnlich großer Artgenossen ist bei genügend Platz möglich, andere Arten sollten nicht dazugesetzt werden. Männchen können deutlich hörbar rufen. Für eine Nachzucht sind jahreszeitliche Reize und ein geeigneter Wasserbereich nötig, in dem sich die Kaulquappen entwickeln können.
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Streifenköpfige Bartagame (Pogona vitticeps)
Eine Bartagame braucht vor allem Fläche, helles Licht und echte Temperaturwahl. Für ein erwachsenes Tier sollten Sie mindestens etwa 150 × 100 × 80 cm einplanen, gern mehr. Im Terrarium sind ungefähr 26–32 °C mit einem deutlich kühleren Rückzugsbereich sinnvoll; die Oberflächentemperatur am Sonnenplatz darf etwa 40–45 °C erreichen. Leistungsfähige UVB-Beleuchtung, standsichere Kletterplätze und ein grabfähiger Bodengrund sind wichtige Bestandteile der Einrichtung. Erwachsene Tiere erhalten überwiegend geeignete Blattpflanzen und Kräuter, ergänzt durch dosierte Insektenfütterung und eine abgestimmte Mineralstoffversorgung.
Die Einzelhaltung ist die sichere Empfehlung: Bartagamen brauchen keinen Partner, und auch scheinbar ruhige Gruppen können einzelne Tiere dauerhaft unterdrücken. Weibchen benötigen bei einer möglichen Eibildung einen geeigneten Eiablageplatz – auch ohne Kontakt zu einem Männchen.
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Grüne Nackenstachelagame (Acanthosaura capra)
Zwischen dichtem Grün und kräftigen Ästen kommt die Grüne Nackenstachelagame zur Ruhe. Für ein einzelnes erwachsenes Tier ist ein Hochterrarium ab ungefähr 90 × 60 × 120 cm eine gute Planungsgröße. Diese Waldart braucht keine Wüstenhitze: Etwa 22–26 °C im übrigen Terrarium und ein begrenzter Wärmeplatz um 28–30 °C ermöglichen die nötige Auswahl. Nachts sind niedrigere Temperaturen sinnvoll. Rund 70–90 % Luftfeuchtigkeit müssen mit guter Belüftung verbunden werden; besprühte Blätter und eine hygienisch betriebene Tropfmöglichkeit unterstützen die Wasseraufnahme. UVB-Licht und abwechslungsreiche, passend große Futterinsekten mit geeigneter Ergänzung gehören zur Haltung.
Planen Sie zunächst Einzelhaltung und verzichten Sie auf eine gemischte Besetzung. Eine Paarhaltung verlangt viel Platz und genaue Beobachtung. Für eine Nachzucht braucht das Weibchen einen tiefen, feuchten, aber nicht nassen Eiablagebereich; die sensible Klimaführung macht diese Art eher zu einem Projekt für erfahrene Halter.
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Kuhls Faltengecko (Ptychozoon kuhli)
Auf strukturierter Rinde verschwindet der Kuhls Faltengecko beinahe vor den Augen. Ein einzelnes erwachsenes Tier lässt sich in einem gut gegliederten Hochterrarium ab etwa 60 × 45 × 90 cm halten. Senkrechte Korkflächen, Äste und geschützte Spalten sind wichtiger als freie Bodenfläche. Tagsüber eignen sich ungefähr 24–28 °C, mit einem kleinen wärmeren Bereich und nächtlicher Abkühlung. Regelmäßiges Sprühen sorgt zeitweise für etwa 70–85 % Luftfeuchtigkeit und Trinktröpfchen; dazwischen müssen Oberflächen wieder abtrocknen können. Als Futter dienen abwechslungsreiche, mineralisierte Insekten.
Mehrere Männchen gehören nicht zusammen. Auch bei einem Paar sind Ausweichplätze und die Möglichkeit zur Trennung nötig. Bei erfolgreicher Nachzucht werden die Eier häufig an feste Oberflächen geheftet; angeklebte Eier dürfen nicht gewaltsam gelöst werden.
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Gelbkopfgecko (Gonatodes albogularis)
Klein, flink und tagsüber zu beobachten: Der Gelbkopfgecko belohnt ein sorgfältig eingerichtetes Terrarium mit spannenden Einblicken. Für ein einzelnes Tier oder ein verträgliches Paar kommen etwa 45 × 45 × 60 cm infrage. Rinde, dünne Äste, Pflanzen und zahlreiche Sichtbarrieren schaffen nutzbare Reviere. Bei ungefähr 24–28 °C und einem kleinen Wärmeplatz um 30 °C sollte die Einrichtung feuchte Rückzugsorte ebenso bieten wie trockenere Oberflächen. Sehr kleine Insekten, etwa Fruchtfliegen und entsprechend kleine Grillen, bilden die Futtergrundlage; auf eine passende Calcium- und Vitaminversorgung ist zu achten.
Die Männchen verteidigen ihr Revier und werden nicht miteinander gehalten. Auch ein Paar muss bei Unverträglichkeit getrennt werden können. Weibchen legen gewöhnlich einzelne Eier in geschützten Bereichen ab; Jungtiere benötigen winziges Futter und sollten zur sicheren Aufzucht separat untergebracht werden.
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Smaragd-Stachelleguan (Sceloporus malachiticus)
Das grüne Schuppenkleid des Smaragd-Stachelleguans fällt sofort auf – seine Ansprüche verdienen ebenso viel Aufmerksamkeit. Für ein erwachsenes Tier sollten Sie ungefähr 100 × 60 × 100 cm mit griffigen Ästen, Felsstrukturen und geschützten Ruheplätzen vorsehen. Als Bewohner höher gelegener Lebensräume braucht er ein Temperaturgefälle statt gleichmäßiger Hitze: etwa 22–26 °C im Terrarium, lokal ungefähr 32–35 °C am Sonnenplatz und eine spürbare nächtliche Abkühlung. Helle Beleuchtung und geeignetes UVB-Licht sind wichtig. Sprühen liefert Trinktröpfchen, während gute Lüftung Staunässe verhindert. Gefüttert werden abwechslungsreiche Insekten mit passender Mineralstoffergänzung.
Einzelhaltung erleichtert die Kontrolle von Futteraufnahme und Wohlbefinden. Männchen dürfen nicht zusammengesetzt werden; Paarhaltung verlangt ausreichend Raum und eine Trennmöglichkeit. Die Art bringt lebende Jungtiere zur Welt, die für eine kontrollierte Aufzucht eigene, passend klimatisierte Unterkünfte benötigen.
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Florida-Rotbauch-Schmuckschildkröte (Pseudemys nelsoni)
Bei der Florida-Rotbauch-Schmuckschildkröte lohnt es sich, von Anfang an groß zu denken: Erwachsene Weibchen können deutlich über 30 cm Panzerlänge erreichen. Für ein großes Einzeltier ist eine Wasserfläche ab ungefähr 200 × 100 cm mit etwa 50–60 cm Wassertiefe eine sinnvolle Orientierung; größere Anlagen bieten mehr Bewegungsraum. Dazu gehört ein vollständig trockener, leicht erreichbarer Sonnenplatz mit UVB-Licht und etwa 32–35 °C Oberflächentemperatur. Die Wassertemperatur liegt während der aktiven Haltung meist bei ungefähr 24–28 °C. Eine kräftige Filterung und regelmäßige Teilwasserwechsel sind entscheidend; stabile, ungefähr neutrale bis leicht alkalische Wasserverhältnisse sind wichtiger als ein enges Ziel für die Härte.
Erwachsene Tiere fressen überwiegend pflanzlich, beispielsweise geeignete Wasserpflanzen und Blattfutter, ergänzt durch ein ausgewogenes Schildkrötenfutter. Fische oder kleinere Schildkröten sind keine verlässlichen Mitbewohner; auch Artgenossen können sich bedrängen. Weibchen brauchen Zugang zu einem ausreichend tiefen Eiablagebereich. Eine Zucht sollte nur geplant werden, wenn für die später ebenfalls großen Jungtiere dauerhaft geeignete Plätze vorhanden sind.
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Gelbband-Tausendfüßer (Anadenobolus monilicornis)
Beim Gelbband-Tausendfüßer steckt der wichtigste Teil der Einrichtung unter den Füßen. Für eine kleine Gruppe eignet sich beispielsweise ein Terrarium ab 30 × 30 × 30 cm mit etwa 15–20 cm tiefem Substrat aus ungedüngter Erde, gut zersetztem Laub und weißfaulem Laubholz. Dieses Material ist zugleich Lebensraum und Hauptnahrung. Bei etwa 22–26 °C bleibt der Boden überwiegend leicht feucht, ohne nass zu werden; eine etwas trockenere Zone und ausreichende Lüftung schaffen Ausweichmöglichkeiten. Kleine Mengen Gemüse können ergänzend angeboten werden, Reste sollten rechtzeitig entfernt werden. Eine geeignete Calciumquelle ist ebenfalls sinnvoll.
Eine artgleiche Gruppe ist möglich, räuberische Mitbewohner dagegen nicht. Bei passenden Bedingungen kann sich Nachwuchs im Substrat entwickeln. Deshalb sollte der Bodengrund nicht vollständig auf einmal ausgetauscht werden. Die Tiere sind Beobachtungstiere: Ihr Abwehrsekret kann Haut und Augen reizen, weshalb Sie nach unvermeidbarem Kontakt gründlich die Hände waschen sollten.
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Mexikanische Geißelspinne (Phrynus mexicanus)
Mit ihren langen Tastbeinen erkundet die Mexikanische Geißelspinne vor allem senkrechte Flächen. Für ein erwachsenes Einzeltier kann ein Terrarium ab etwa 40 × 30 × 40 cm als Orientierung dienen; entscheidend sind zur tatsächlichen Beinspannweite passende Freiräume. Aufrecht befestigte Korkrinde, dunkle Spalten und frei zugängliche Häutungsplätze gehören unbedingt hinein. Temperaturen um 24–28 °C und ungefähr 70–85 % Luftfeuchtigkeit passen, wenn trotz feuchten Substrats genügend Luftaustausch möglich ist. Eine flache Wasserschale und passend große lebende Insekten vervollständigen die Versorgung. Während einer Häutung dürfen keine Futtertiere im Terrarium bleiben.
Einzelhaltung ist wegen möglicher Übergriffe die sichere Wahl. Geißelspinnen besitzen weder einen Giftstachel noch Giftdrüsen, sind aber empfindliche Tiere, die nicht auf die Hand genommen werden sollten. Bei einer Nachzucht trägt das Weibchen die frisch geschlüpften Jungen zunächst auf dem Rücken; ihre spätere getrennte Aufzucht verlangt sehr kleine Futtertiere und besonders sichere Behälter.
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