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Wels 116 - Hypostomus cf. emarginatus, Deltaschwanz-Harnischwels

synonym: Squaliforma cf. emarginata
Größe: über 40 cm
Herkunft: Rio Trombetas, Pará, Brasilien

Der Wels 116 - Hypostomus cf. emarginatus - Deltaschwanz-Harnischwels ist im Rio Trombetas in Pará, Brasilien heimisch. Bei dem über mehr als 40 cm Körperlänge verfügenden Deltaschwanz-Harnischwels setzt sich wie bei allen Harnischwelsen, die Kopfpanzerung in drei bis vier Reihen von Knochenschildern am Körper fort. Sogar die Bauchseite ist bei einigen Arten durch Knochenschilde geschützt.

Allgemein besitzen die Deltaschwanz-Harnischwelse einen langgestreckten, abgeflachten Körper mit einem relativ großen Kopf und einem leicht unterständigen Maul. Dieses hat rund um verlaufend breite wulstartige Lippen, mit deren Hilfe sie sich gerne und häufig an glatten Oberflächen festsaugen. Hierbei können sie eine beachtliche Saugkraft entwickeln.
Auf diese Weise können sie aber auch Steine von auf ihnen wachsenden Algen befreien oder Holzfasern von ins Wasser hängenden Baumwurzeln oder im Wasser liegendes totes Holz abraspeln.

Faszinierend und einmalig unter den Knochenfischen ist bei den Welsen 116 - Hypostomus cf. emarginatus - Deltaschwanz-Harnischwelsen der Aufbau ihrer Augen. Die allermeisten wenn nicht alle anderen Wirbeltiere regulieren den Lichteinfall in ihre Augen, indem sie unwillkürlich ihre Pupillen erweitern oder verenden. Deltaschwanz-Harnischwelse verfügen hingegen über einen "Lappen", der in ihre Pupillen hineinragt und ein Teil der Iris ist. Da die Form der Iris so einem auf dem Kopf stehenden griechischen Omega = Ω ähnelt, wird sie gelegentlich auch Omega-Iris genannt. Je nach Stärke des einfallenden Lichts wird dieser Irislappen entweder breiter oder schmaler.

Einige Arten der Harnischwelse sind - wie auch manche Mitglieder anderer Welsfamilien - zur Darmatmung fähig. Diese Fähigkeit hilft ihnen dabei, in der Trockenzeit auch in sauerstoffarmen Resttümpeln zu überleben.

Wie die meisten Harnischwelse - unabhängig von ihrer Körpergröße - sind auch die Welse 116 - Hypostomus cf. emarginatus - Deltaschwanz-Harnischwelse anderen Zierfischen gegenüber ausgesprochen friedlich - vorausgesetzt: diese lassen ihrerseits die Deltaschwanz-Harnischwelse in Ruhe und gehen ihnen nicht durch Nahrungskonkurrenz oder "tierische Hektik" auf den Zeiger. Denn: Harnischwelse sind gemütliche Gesellen, die es gerne ruhig angehen lassen. Lediglich zur Paarungszeit tragen die Männchen untereinander ihre Rivalitäten aus. Außerhalb der Paarungszeit liegen sie gerne nahezu regungslos auf einer Wurzel oder einer Schieferplatte und scheinen zu dösen oder sie saugen sich mit ihrem breiten Maul an der Innenseite (so ist zu hoffen) des Aquariums fest. Aber egal, wie dösig, entspannt und fern ab von allem sie dabei wirken: sie haben immer ein wachsames Auge auf ihre Umgebung und beobachten stets interessiert, was um sie herum vorgeht.

Der Wels 116 - Hypostomus cf. emarginatus - Deltaschwanz-Harnischwels ist wie viele Arten auf (Wurzel-)Holz im Becken das er abraspeln kann angewiesen, da er die im Holz enthaltene Cellulose als Ballaststoff für seine Verdauung braucht. Des weiteren ernähren sich viele Arten der Harnischwelse von auf Platten, Scheiben oder Wurzeln wachsenden Algen, die sie mit ihren unterständigen Mäulern abweiden. Allerdings reicht das Angebot an Algen im Aquarium meist nicht für ihre Bedürfnisse aus. Darum müssen sie zusätzlich pflanzliche Nahrung in Form von Tiefkühlgemüsen (z. B. Erbsen), zerzupftem überbrühtem Salat, Gurken- oder Paprikascheiben bekommen.

Auch wenn viele Arten rein herbivor, also reine Pflanzenfresser sind, so sind andere Welse omnivor, d. h. sie sind auch auf tierische Nahrung - idealer Weise als Frostfutter angewiesen. Bei der (Zu-)Fütterung mit tierischen Produkten muss jedoch höchste Obacht walten, denn ein zu hoher Anteil an carnivorer Nahrung kann zur lebensbedrohenden Leberverfettung führen. Manche Arten können jedoch bei guter Pflege und vernünftiger Ernährung ein Lebensalter von 10 Jahren oder mehr erreichen.

Wichtig für den Wels 116 - Hypostomus cf. emarginatus - Deltaschwanz-Harnischwels sind Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten in ausreichender Menge und Größe. Ggf. halbierte Kokosnussschalen, Tonröhren, Stein- oder Terrakottahöhlen oder übereinander geschichtete Schieferplatten sind zum Ausruhen und Entspannen oder zum Verstecken von großer Bedeutung für den Deltaschwanz-Harnischwels. Und - da die meisten Arten aus mehr oder weniger schnell fließenden Gewässern stammen - erhöht eine teilweise ordentliche Strömung ihr Wohlbefinden im Aquarium. Daneben ist natürlich noch ein sauberes, sehr sauerstoffreiches Wasser im Becken eminent wichtig, wobei jedoch die Wasserwerte eine eher untergeordnete Rolle spielen, solange das Wasser weich bis mittelhart ist. Und natürlich spielt die Größe des dem Wels 116 - Hypostomus cf. emarginatus - Deltaschwanz-Harnischwels zur Verfügung gestellten Aquariums eine ausschlaggebende Rolle für sein Wohlbefinden. Bitte bieten sie ihm kein Becken von weniger als 200 cm Kantenlänge an, schließlich erreicht er eine Körperlänge (ohne Flossen) von 40 cm oder mehr.

Wenn die Beleuchtung des Aquariums durch eine mehr oder weniger dichte Decke von Schwimmpflanzen abgeschirmt wird, kann man die im wesentlichen dämmerungs- und nachtaktiven Deltaschwanz-Harnischwelse manchmal auch tagsüber beobachten.

Soweit es bislang bekannt ist, handelt es sich bei Harnischwelsen um Haft- bzw. Substratlaicher. Die weiblichen Welse kleben ihre Eigelege an bzw. auf glatte Flächen - Schieferplatten, Steine, die (Innen-)Scheiben des Beckens, breite Blätter von Wasserpflanzen etc. Nach der Eiablage kümmert sich nur noch Vater Wels um die Brutpflege. Er fächelt seinen Eiern mit den Flossen sauerstoffreiches Frischwasser zu und bewacht die Fischlarven, bis sie nachdem der Dottersack von ihnen aufgezehrt worden ist, selber auf Nahrungssuche gehen können.

Dies ist die Theorie. bislang war die Fortpflanzung der Welse 116 - Hypostomus cf. emarginatus - Deltaschwanz-Harnischwelse und vor allem die erfolgreiche Aufzucht der Jungfische nur unter großen Schwierigkeiten möglich oder sie ist noch nie erfolgreich versucht worden.

Optimal für die meisten Arten von Welsen ist ein weiches bis mittelhartes Wasser mit einer Temperatur zwischen 25 ° C und 29 ° C und pH-Werten zwischen 6,0 und 7,0.

Alle Angaben dienen ausschließlich der allgemeinen Information und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit kann keine Haftung übernommen werden.

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