Lebendgebärende Sonstige Lebendgebärende

Bei lebendgebärenden Zierfischen handelt es sich um Fische, bei denen sich ihre Eier bereits im Mutterleib zu Jungfischen weiterentwickeln. Die Muttertiere legen die Eier im Gegensatz zu anderen Arten, die sich einen sicheren Ablageort auf Steinen oder am Aquariumboden suchen, dort ihre Eier ablegen, und diesen verteidigen, nicht ab, sondern lassen sie erst nach der Tragezeit aus ihrem Körper entweichen. Die Eier werden direkt im Mutterleib vom Männchen befruchtet. Typische lebendgebärende Zierfische kennt jeder Aquarianer! Klassische lebendgebärende Aquarienfische sind beispielsweise Platys, Guppys, Mollys, Zahnkarpfen oder auch Schwertträger. In dieser Kategorie "Sonstige Lebendgebärende" finden Sie jedoch eher Arten, die im klassischen Aquaristikhandel nur selten oder gar nicht zu finden sind.

Aber auch diese Lebendgebärenden haben mit Guppy, Platy und Schwertträger eines gemeinsam: Die Jungen sind nach dem Schlüpfen sofort schwimmfähig. Sie sprengen die Eihülle, verlassen nach der Tragezeit den Mutterleib und verstecken sich sogleich zwischen feingliedrigen Aquarienpflanzen oder am Schutz bietenden Boden des Aquariums, da sie von anderen Fischen gerne als Delikatesse gefressen werden. Allerdings sind die Lebendgeborenen im Vergleich zu geschlüpften Jungfischen ihren Feinden weniger hilflos ausgesetzt, da sie bereits ein weiter vorangeschrittenes Entwicklungsstadium haben. Lebendgebärende Fische finden sich in allen Größen und vielen Seen, Flüssen oder sogar im Meer wieder. Selbst Haie oder Rochen sind lebendgebärende Fische, die teilweise in riesigen Aquarien von Zoos gehalten werden.

Das bevorzugte Futter, das Ihre lebendgebärenden Kleinfische und Ihre Fische, die aus abgelaichten Eiern schlüpfen, fressen, unterscheidet sich naturgemäß voneinander, da beide Fischarten eine unterschiedliche Größe haben. Während Sie bei Jungfischen, die aus Eiern geschlüpft sind, grobkörniges und quellendes Futter vermeiden sollten, da die Jungfische daran ersticken können, ist dies bei lebendgebärenden Kleinfischen weniger das Problem, da sie bereits weiter entwickelt sind. Daher kann man kleine Lebendgebärende mit Staubfutter füttern. Dennoch bevorzugen beide Fischarten grundsätzlich verschiedenes Futter, was auf den Verpackungen vermerkt ist. Das ideale Fischfutter für die meisten lebendgebärenden und am Boden lebenden Fische sind Futtertabletten. Diese sinken aufgrund ihrer Schwere an den Boden des Aquariums und lösen sich langsam auf. Jungfische können im Schutz von Pflanzen und anderen im Aquarium befindlichen Gegenständen auf die Fütterung warten und müssen ihr Versteck nicht verlassen, um an das für das Wachstum benötigte Futter zu gelangen. Müssten Sie etwa wie bei anderen Futterarten an die Wasseroberfläche schwimmen, würden sie sich der Gefahr des Gefressenwerdens durch andere Fische aussetzen.

Warten sie hingegen am Grund des Aquariums, ist das Futter bereits durch die anderen Fische vollständig aufgefressen und sinkt nicht zu den Jungfischen hinab. Sobald die Jungfische größer geworden sind und nicht mehr auf dem Speiseplan von anderen Aquarienfischen stehen, kann und sollte die Futterart natürlich geändert werden. Die Bepflanzung des Aquariums sollte eher dicht gehalten werden, da viele lebendgebärende Arten wie beispielsweise Platys diese auch in ihrer natürlichen Umgebung so vorfinden. Das motiviert die Zierfische zur Fortpflanzung und begünstigt das Überleben vieler Kleinfische aufgrund der vielen Schutzmöglichkeiten, die sich im feingliedrigen Pflanzennetz und am Boden bieten. Im Hintergrund Ihres Aquariums sollten Sie mehrere große Aquarienpflanzen setzen, im Mittel- und Vordergrund eher kleine Aquarienpflanzen, damit Ihr Aquarium für den Betrachter eine räumliche Tiefe entwickelt. Grundsätzlich spielt es für die Haltung der Fische nur eine untergeordnete Rolle, ob Sie sich für lebendgebärende oder laichende Fischarten entscheiden. Generell sollten Sie jedoch darauf achten, dass beide Jungfischarten geeignete Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten haben und das Futter auf sie abgestimmt ist. Haben Sie Jungtiere beider Arten in Ihrem Aquarium, bietet sich ein spezielles Mischfutter an.