Lebendgebärende Guppys

Guppys stammen aus Mittel- und Südamerika und sind vor allem in Brasilien und nördlich des Amazonas verbreitet.

Sie zeichnen sich durch eine große Anpassungsfähigkeit aus. Guppys sind in der Lage, selbst in kleinen, abgelegenen Gewässern zu schwimmen und die passende Nahrung zu finden. Sie sind sehr gut auch für Anfänger geeignet. Jetzt bequem farbenprächtige Guppys online kaufen. Der wissenschaftliche Name für den Guppy ist Poecilia reticulata. Guppys gehören zur Unterfamilie der Poecilinae. Im ausgewachsenen Zustand erreichen die Guppys eine Größe von 3 bis 5 Zentimetern. Sie können bis zu 4 Jahre alt werden. Die Guppy-Männchen sind sehr farbenprächtig, die Weibchen werden bereits nach drei Monaten geschlechtsreif. Ab diesem Zeitpunkt gebähren sie rund 20 bis 100 Junge im Abstand von zirka 30 Tagen.

Guppys sind lebendgebährende Zahnkarpfen. Aufgrund ihrer Vermehrungsfreudigkeit werden sie als Millionenfisch bezeichnet. Wer Guppys selbst züchten möchte, sollte ein eigenes Zuchtbecken aufstellen. Dies ist insbesondere deshalb sehr wichtig, weil die Altfische den Jungen gern nachstellen. Das Gleiche gilt für andere Fischarten, die zusammen mit den Guppys gehalten werden. Das ideale Aquarium ist mindestens 60 Zentimeter groß und enthält 54 bis 63 Liter Wasser. Die Wassertemperatur sollte zwischen 20 und 30 Grad und der pH-Wert zwischen 6 und 8,5 liegen. Guppys sind Allesfresser und können nicht nur mit Lebend- oder Trockenfutter, sondern auch mit pfanzlicher Kost versorgt werden. Die Guppys sind ausgesprochene Gruppentiere. Aus diesem Grunde ist es empfehlenswert, mindestens 5 Tiere zu kaufen. Die Zahl der Weibchen sollte dabei überwiegen. Sie werden von den Männchen oftmals sehr stark bedrängt und könnten sich unwohl fühlen, wenn sie nicht in der überzahl sind.

Da die Guppys vor allem an der Wasseroberfläche schwimmen, sollten sie mit Arten vergesellschaftet werden, die sich in der mittleren Wassertiefe aufhalten oder auch auf dem Grund des Aquariums leben. So werden Konflikte zwischen den Guppys und anderen Arten vermieden und das Aquarium wirkt schön belebt. Gut geeignet sind Garnelen, denn sie laufen mehrheitlich auf dem Grund des Wassers umher. Segelkärpflinge, Breitflossenkärpflinge, Bärblinge oder Platys sowie Schwertträger sind als Gesellschaft für die Guppys ebenfalls sinnvoll. Diese Arten leben vorwiegend in der Mitte des Wasserbeckens. Eine Ergänzung für das Aquarium sind Wasserpflanzen. Diese sind nicht zwingend notwendig, aber Weibchen ziehen sich gern in bepflanzte Bereiche zurück, auch um den Männchen auszuweichen. Daher ist eine Bepflanzung sinnvoll. Zudem wirkt das Wasser durch die Pflanzen optisch ansprechender und es entsteht ein natürliches Ambiente. Die Pflanzen sollten in Töpfe gestellt werden, was das spätere Herausnehmen und Austauschen erleichtert.

Da Guppy-Becken weniger intensiv beleuchtet werden, eignen sich Pflanzen wie Anubias, Javafarn und Javamoos und Cryptocorynen. Diese brauchen nur wenig Licht und bilden auch im Halbschatten Chlorophylle. Bei der Fütterung sind verschiedene Ernährungsweisen möglich. Trockenfutter ist für die Guppys zwar bereits ausreichend, es sollte jedoch um andere Futterbestandteile ergänzt werden, gerade wenn Guppys mit anderen Tieren zusammen gehalten werden. Viele Halter kaufen das Trockenfutter auf Vorrat. Empfehlenswert ist es aber, das Trockenfutter für die Guppys nicht länger als ein halbes Jahr zu lagern, da sonst Vitamine verloren gehen. Einige Male in der Woche sollte statt dem Trockenfutter Frostfutter gereicht werden. Das Futter kann den Guppys in zwei bis drei Rationen täglich gegeben werden, um das Entstehen von Futterresten zu vermeiden. Aller 14 Tage sollten die erwachsenen Guppys nicht gefüttert werden und somit einen Tag fasten, da dies in der Natur auch häufig der Fall ist. Ansonsten können sich die Guppys überfressen.