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Vogelspinnen

Bei der Vogelspinne, welche in Fachkreisen auch als Theraphosidae bezeichnet wird, scheiden sich die Geister. Für die Einen ist das gigantische Spinnentier ein interessanter und aufregender Zeitgenosse, für die Anderen der Inbegriff der Angst und des Ekels. Die Vogelspinne ist Auslöser diverser Spinnenphobien. Der Name „Vogelspinne“ hat seinen Ursprung in einem Gemälde der südamerikanischen Künstlerin und Biologin Maria Sibylla Merian aus dem 18. Jahrhundert. Auf dem Bild ist eine Spinne auf einem toten Vogel abgebildet.

Die gute alte Vogelspinne treibt schon seit vielen Jahren ihr Unwesen auf der Erde. Das erste Auftauchen lässt sich auf über 350 Mio. Jahre zurückdatieren. Aber Vogelspinne ist nicht gleich Vogelspinne. Die zu den Gliederfüssern gehörenden Krabbeltiere zeichnen sich durch eine ausgesprochene Artenvielfalt aus. Es existieren nahezu 900 Über- sowie 116 Unterarten. Die Liste ist allerdings noch lange nicht vollständig. Jährlich stoßen Forscher und Biologen auf neue und unentdeckte Gattungen.

Der natürliche Lebensraum der Vogelspinne sind die tropischen und subtropischen Gebiete Asiens, Afrikas und Amerikas. Dort halten die Tiere sich bevorzugt, je nach Art, in Höhlen oder auf Bäumen und Sträuchern auf. Auf europäischem Boden sind die angsteinflössenden Tiere lediglich im Mittelmeerklima Portugals, Spaniens oder Zyperns zu finden.

Vogelspinnen zählen nicht zu den Insekten, sondern zu den Spinnentieren. Wie für Spinnentiere üblich besitzen sie 8 Beine. Zusätzlich dazu verfügen sie über einen dicken Hinter- und einen schmaleren Vorderleib. Sie können, je nach Gattung, bis zu 15 cm groß werden und dabei ungefähr 150 g. auf die Waage bringen. Die größten Exemplare sind in Venezuela beheimatet.

Vogelspinnen sind tagaktive Lauerjäger. Der Name „Vogelspinne“ hat seinen Ursprung in einem Gemälde der südamerikanischen Künstlerin und Biologin Maria Sibylla Merian aus dem 18. Jahrhundert. Auf dem Bild ist eine Spinne auf einem toten Vogel abgebildet.

Kontrastiv zu anderen Spinnen bauen sie keine Netze, sondern „vergiften“ die potentiellen Opfer mit ihren Beißzähnen und saugen sie daraufhin aus. Vogelspinnen ernähren sich primär von Insekten, Kleinsäugern und Amphieben. Da diese Tiere schlecht sehen und hören, sind sie auf die Tasthaare an ihren Beinen angewiesen.  

Die Haltung von Vogelspinnen ist verhältnismäßig einfach. Zuerst benötigen Sie natürlich ein adäquates Becken. Hierfür können Sie entweder ein neues Terrarium besorgen, oder ein bereits vorhandenes Aquarium umrüsten und zweckentfremden. Im Hinblick auf die Größe empfiehlt sich ein Terrarium mit den Maßen 30 x 30 x 30 cm. Kalkulieren Sie aber lieber etwas mehr Platz ein. Schließlich wollen Sie Ihren neuen Haustieren doch ein artgerechtes Umfeld schaffen. Vereinzelte Vogelspinnen sind beispielsweise sehr gute Kletterer. Für diesen Sonderfall ist ein höheres Terrarium von Vorteil. Bei manchen Vogelspinnen sollte das Terrarium nicht zu weitläufig sein. Die Tiere sind häufig sehr faule Jäger und benötigen teilweise die direkte Nähe zum Futtertier. Müssen sich die Spinnen bei der Jagd zu viel bewegen verhungern sie. Dem kann man durch Fütterung mit der Pinzette natürlich auch vorbeugen.

Im Hinblick auf die Einrichtung des Terrariums sollten Sie sich ein Vorbild an Mutter Natur nehmen: Informieren Sie sich über die Heimat Ihrer Tiere und gestalten Sie das Terrarium dementsprechend. Im Hinblick auf die Vogelspinne ist die Gestaltung natürlich stark von der jeweiligen Art abhängig. Eine baumbewohnende Vogelspinne stellt beispielsweise andere Ansprüche an ihren Lebensraum als eine bodenbewohnende Vogelspinne. Ach aus diesem Grund sollte Ihr Terrarium stets über ausreichend Bodengrund verfügen. Eine Höhe von ungefähr 5 cm ist Minimum, damit Ihr Tier ggf. nach Herzenslust buddeln und wühlen kann. Das verwendete Substrat widerum richtet sich nach dem Habitat der Tiere.

Spinnen haben es meistens gerne warm und feucht. Damit sich Ihre Spinnentiere auch wohl fühlen, benötigen sie eine Umgebungstemperatur von je nach Art ungefähr 25 – 30 ° C sowie eine Luftfeuchtigkeit von 60 – 90 %. Dies erreichen Sie durch Wärmequellen und Beleuchtung beziehungsweise durch Besprühung und geeignete Bepflanzung. Als ausgesprochen effektiv haben sich besipielsweise Bromelien, Fittonia, Kletterficus oder auch Philodendron erwiesen. Diese Exemplare versorgen Ihr Terrarium mit einer gewissen Luftfeuchte und eignen sich auch optimal zum Klettern und verstecken. Die Wahl der Pflanzen ist selbstverständlich von der Spinnenart sowie der jeweiligen Gattung abhängig.

Es ist angerichtet. Vogelspinnen gibt es in vielen Varianten und Größen und von daher haben alle gesonderte Ansprüche an ihre Ernährung. Diese haben Sie bei der Fütterung zu berücksichtigen. So mögen einige Vogelspinnen vor allem Fliegen, Grillen oder Wachsmotten, während andere Volgelspinnen, je nach Größe und Art, Heimchen, Heuschrecken, Schaben aber auch Kleinreptilien oder Kleinsäuger verspeisen.