Insekten & Landschnecken Tausendfüsser

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Tausendfüsser (Myriapoda/Millipeden)

Der Tausendfüsser, welcher in Fachkreisen auch als Myriapoda bezeichnet wird, gehört zur Familie der Gliederfüßer (Arthopoda). Die pflanzenfressenden Insekten sind international verbreitet und ausgesprochen zahlreich. Mit einer Anzahl von über 80.000 registrierten Arten weltweit zählt der Tausendfüsser zu einer der umfangreichsten Tiergruppen. Dabei hat der Kriecher schon einige Jahre auf dem Buckel. Nachforschungen haben ergeben, dass die ersten Tausendfüsser vor ungefähr 400 Millionen Jahren in Erscheinung traten.

Obgleich sich die Tausendfüsser, wie soeben bereits erwähnt, in unzählige separate Arten aufgliedern, existieren nahezu keinerlei optische Differenzierungen zwischen den Gruppierungen. Im Gegenteil. Die Krabbeltiere erkennt man in erster Linie an den unzähligen Beinpaaren. Allerdings müssen jetzt mit einem uralten und weit verbreiteten Irrtum über Tausendfüsser aufräumen. Der Name „Tausendfüsser“ ist fehlerhaft und irreführend. Er impliziert, dass das Tier tatsächlich 1.000 Beine hat. Dies ist allerdings nicht korrekt. Entgegen aller Vermutungen besitzen die Insekten lediglich 680 Füße. Nicht einmal die in Afrika beheimatete größte Tausendfüssergattung kommt auf diese Anzahl an Beinen. Neben den Beinen verfügen die Insekten über einen langen Körper, eine Kopfkapsel mit Antennen und Mundwerkzeugen, einen Rumpf mit Segmenten sowie ein als Tracheen bezeichnetes Atmungsorgan. Im Regelfall können die Tiere zwischen 10 – 20 cm groß und ungefähr 2 Jahre alt werden.

Der Tausendfüsser hat sich auf der ganzen Welt ausgebreitet. Obgleich sich der kleine Krabbler überall heimisch fühlt, schätzt er das feuchte Terrain. Man begegnet ihm hauptsächlich im Unterholz, im Garten, im Kompost oder aber auch unter Baumrinden.

Wenn die Nacht einbricht geht der Tausendfüsser auf Beutezug. Auf seinem Speiseplan stehen in erster Linie abgestorbene Pflanzenreste. Aber auch der Tausendfüsser selbst ist ein gern gesehener Happen. Zu seinen Fressfeinden zählen Ameisen, Vögel und Nagetiere.

Die Haltung von Tausendfüssern:

Die Haltung von Tausendfüssern ist sehr interessant und für Sie als Insektenfreund mit verhältnismäßig Aufwand verbunden. Es muss nicht immer ein Terrarium sein. Die munteren Krabbler fühlen sich in diversen Behältnissen wohl. Sie als Halter können bei Bedarf auch auf ein Spinnenterrarium oder ein Aquarium mit Abdeckung zurückgreifen. Im Regelfall sollten die „Behausungen“ eine Grundfläche von mindestens 30 x 30 cm haben. So können Sie sicher sein, dass die Tausendfüsser ihren privaten Lebensraum haben und es zu keinerlei Revierkämpfen kommt.

Auch an die Einrichtung stellen Ihre neuen Haustiere nur geringe Bedürfnisse. Aufwendige Deko und Pflanzen können Sie getrost weglassen. Achten Sie nur darauf, das neue Heim mit ausreichend Substrat aus Erde, Sand, Laub und morschen Holz auszustatten. Auf diese Art und Weise schaffen Sie nicht nur einen artgerechten Lebensraum, sondern versorgen Ihre Tiere auch mit einer zusätzlichen Nahrungsquelle. Experten raten zu einer 10 – 20 cm hohen Substratsicht. Bei Bedarf können Sie noch weitere Korkstücke, Äste oder Moos ins Terrarium geben.

Tausendfüsser sind weltweit vertreten und können deshalb allen klimatischen Bedingungen standhalten. Eine zusätzliche Wärmequelle ist für die dämmerungsaktiven Insekten von daher ebenso unnötig wie eine zusätzliche Beleuchtung. Am wohlsten fühlen sich Ihre neuen Mitbewohner bei einer Umgebungstemperatur zwischen 20 – 24 °C.

Auch im Hinblick auf die Ernährung sind Tausendfüsser sehr pflegeleichte Geschöpfe. Wenn Sie ausreichend Substrat im Terrarium haben, ist ein Großteil der Arbeit bereits getan. Wer seinen Lieblingen etwas Gutes tun möchte, der versorgt sie gelegentlich mit Obst und Gemüse.