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Skorpion (Scorpiones)

Der Skorpion wird in Fachkreisen auch als Scorpiones betitelt. Ungeachtet des weit verbreiteten Irrglaubens sind sie keine Insekten. Vielmehr zählen die Skorpione zur Klasse der Spinnentiere (Arachnida) sowie zum Stamm der Gliederfüßer (Arthropoda). Skorpione zeichnen sich durch eine immense Vielfalt aus. Aktuell existieren ungefähr 1.400 Skorpionarten, welche sich allesamt in Größe und Aussehen unterscheiden. Allerdings muss man diesbezüglich festhalten, dass noch längst nicht alle Gattungen spezifiziert sind. Die Anzahl der Skorpionarten wird von daher im Verlauf der nächsten Jahre kontinuierlich weiterwachsen. Die natürliche Lebensraum der Tiere ist maßgeblich von der jeweiligen Unterart abhängig. Nachforschungen haben allerdings ergeben, dass die Spinnentiere bevorzugt in den Tropen, Subtropen, Wüsten und Halbwüsten anzutreffen sind. Dort halten sie sich hauptsächlich in sandigen oder steinigen Böden in Bodennähe auf.

Das optische Erscheinungsbild eines Skorpions ist, wie bereits angesprochen, von Art zu Art verschieden. Ungeachtet dessen existieren dennoch gewisse Parallelen. Verwiesen sei hierbei explizit auf den langen Giftstachel am Schwanz sowie die beiden Zangen. Die Größe eines Skorpions variiert zwischen 9 mm und 21 cm. Der größte ist hierbei der Kaiserskorpion (Pandinus imperatur).

Bei Skorpionen handelt es sich um nacht- und dämmerungsaktive Räuber. Auf dem Speiseplan der Tiere stehen vorzugsweise Insekten, Schlangen, Echsen oder kleine Säugetiere. Das „Jagdverfahren“ der Skorpione ist einzigartig. Die Tiere lauern in ihren Verstecken auf potentielle Opfer. Nähert sich ein Leckerbissen, fangen sie diesen mit ihren Greifzangen und verabreichen ihm ihr Gift. Der bewegungsunfähige Happen kann jetzt mühelos verspeist werden. Sie können aber unbesorgt sein. Das Gift der Skorpione ist in der Mehrheit der Fälle für den Menschen ungefährlich. Nur eine minimale Anzahl der gängigen Skorpionarten kann ein für den Menschen tödliches Gift produzieren.  

Haltung und Pflege von Skorpionen:

Skorpione sind unglaublich interessante Haustiere. Die Haltung von Skorpionen ist verhältnismäßig einfach und bietet eine Menge Freude. Ihnen sollte allerdings bewusst sein, dass Skorpione keine Schmusetiere sind. Anders als bei Katze, Hase oder Meerschweinchen können Sie einen Skorpion nicht einfach auf den Arm nehmen und knuddeln. Ihre neuen Mitbewohner sind giftig und wissen sich gegen Übergriffe dieser Art zu wehren. Aus eben diesem Grund sind Skorpione für Kinder ungeeignet.

An die Größe seines Terrarium stellt der Skorpion als solcher keine gesonderten Ansprüche. Experten raten zu einem Exemplar mit den Maßen 20 x 30 x 20 cm. Achten Sie nur darauf, Ihr Terrarium gut zu sichern. Skorpione sind regelrechte Ausbruchskünstler und können sich selbst durch die kleinsten Ritzen quetschen. Mehrere Skorpione sind eine schlechte Idee. Die Tiere sind Einzelgänger und neigen in Gruppen zu Kannibalismus.

Neben den Maßen ist die Einrichtung des Terrariums von signifikanter Relevanz. Es ist wichtig, dass Sie sich den natürlichen Lebensraum der Tiere vor Augen führen und Ihnen ein artgerechtes Umfeld schaffen. Verwöhnen Sie Ihre Tiere mit einem Sand-Lehm-Gemisch, Steinen und Rindenstücken. Auf diese Art und Weise können sich Ihre Skorpione Höhlen bauen und Sie haben etwas fürs Auge.

Skorpione schätzen eine Umgebungstemperatur von ungefähr 30 °C. Diese sollte auch im Terrarium beibehalten werden. Diese Werte beziehen sich allerdings nur auf den Tag. Während der Nachtphasen können Sie das Terrarium auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Stellen Sie das Terrarium auf keinen Fall ans Fenster. Skorpione sind dämmerungsaktiv und mögen keine direkte Sonneneinstrahlung.

Die Fressgewohnheiten Ihrer Skorpione richten sich nach der jeweiligen Art. Wie bei vielen anderen Terrarientieren auch sollten Sie bei den Skorpionen auf eine abwechslungsreiche Kost wert legen. Beobachtungen haben gezeigt, dass insbesondere Grillen, Schaben oder kleinere Wirbeltiere von den Spinnentieren gerne verspeist werden.