Wandelnde Blätter

Wandelnde Blätter

Allgemeine Informationen zu Wandelnden Blättern:

Wandelnde Blätter zählen zu den interessantesten und kuriosesten Erscheinungen der Natur. Bei diesen Tarnkünstlern handelt es sich um eine Unterfamilie aus der Überkategorie der Gespenstschrecken. Wandelnde Blätter sehen auf den ersten Blick aus wie ganz gewöhnliche Blätter. Doch der Schein trügt. Die Wandelnden Blätter zählen nämlich zu den Insekten. Der natürliche Lebensraum der Wandelnden Blätter erstreckt sich über den südostasiatischen Raum. Insbesondere auf den Seychellen, in Indien, China, Malaysia oder den Philippinen sind sie weit verbreitet. Dort bevölkern sie die tropischen und subtropischen Gefilde und ernähren sich weitestgehend von Laub. Insbesondere die Blätter des Mango- oder Guavenbaumes werden von den Tieren gerne als Leckerbissen verspeist. Wandelnde Blätter sind, wie bereits erwähnt, Meister der Tarnung. Sie passen sich ihrer Umgebung optimal an und sind gelegentlich erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Der Name ist bei den Wandelnden Blättern noch Programm. Die Insekten sind in der Mehrheit der Fälle vom Blattwerk nicht zu unterscheiden. DAS Wandelnde Blatt gibt es nicht. Im Gegenteil! Die Gespenstschrecken untergliedern sich in unterschiedliche Arten und Gruppen. Aktuell sind über 40 verschiedene Arten verzeichnet. Verwiesen sei hierbei explizit auf das Philippinische Wandelnde Blatt (Phyllium philippinicum), das Große Wandelnde Blatt (Phyllium giganteum) das Phyllium siccifolium oder das Phyllium pulchrifolium. Die jeweiligen Arten unterscheiden sich in Farbe und Größe. Es existieren kleine und ganz große. Je nach Typus oder Herkunftsgebiet weisen die Wandelnden Blätter eine grünliche, rötliche gelbliche oder bräunliche Farbgebung auf.

Die artgerechte Haltung und Pflege von Wandelnden Blättern:

Exoten werden immer populärer. Neben Spinnen, Schlagen, Echsen und Co. erfreuen sich auch Insekten kontinuierlich ansteigender Beliebtheit. Insbesondere die Wandenden Blätter sind dabei ganz hoch im Kurs. Die Gründe dafür lassen sich in erster Linie auf die interessante Optik und Verhaltensweise der Landinsekten zurückführen. Ein weiterer Aspekt FÜR die Haltung und Pflege von Wandelnden Blättern besteht darin, dass sich bei den Exoten um einfache Pfleglinge handelt. Insbesondere Neulinge auf dem Gebiet der Terraristik profitieren von den Wandelnden Blättern. Die Insekten sind friedliche und freundliche Zeitgenossen. Beobachtungen haben ergeben, dass sich die Gespenstschrecken am besten als Paar oder in einer Gruppe mit mehreren Artgenossen halten lassen. Im Hinblick auf die Unterbringung empfiehlt sich ein Terrarium mit den Abmessungen 25 x 25 x 40 cm. Achten Sie als Halter bitte darauf, dass das Terrarium stets über ausreichend Bodengrund verfügt. Hierfür eignet sich in erster Linie Torf. Des Weiteren ist es von Vorteil das Behältnis mit diversen Ästen und Bepflanzung zu versehen. Durch den Bodengrund und die Bepflanzung wird ein naturnaher Lebensraum simuliert und das Wohlergehen Ihrer Wandelnden Blättert um ein Vielfaches verbessert. Wandelnde Blätter mögen es gerne warm und feucht. Aus eben diesem Grund sollte im Terrarium stets eine Raumtemperatur zwischen 24 und 28 Grad Celsius vorherrschend sein. Die Luftfeuchtigkeit sollte dabei bei nahezu 80% liegen. Wärme und Feuchtigkeit sind aber nicht alles. Ihre Exoten benötigen auch eine gewisse Frischluftzufuhr. Eine gute Durchlüftung ist das A und O. Sie beugt der Bildung von Pilzen und Schimmel im Terrarium vor. Wandelnde Blätter sind beim Futter nicht wählerisch. In ihrem natürlichen Habitat ernähren sich die Gespenstschrecken von Laubwerk. Auch im Terrarium nehmen die Insekten das Laub von Himbeeren, Brombeeren, Rosen oder Eichen gerne als Leckerbissen an. Wandelnde Blätter konnten bereits erfolgreich im Terrarium nachgezüchtet werden. Die angemessenen Temperaturwerte sowie die Luftfeuchtigkeit sind dabei entscheidend. Unter den richtigen Haltungsbedingungen erfolgt die Vermehrung sehr schnell und problemlos. Das Weibchen legt ihre befruchteten Eier in ein Geäst. Nach etwa einem halben Jahr können Sie mit Nachwuchs rechnen.